TASTEE: Lethal Tactics – Der Strategie-Geheimtipp im Test

Rundenbasierte Strategiespiele wie XCOM haben mich irgendwie in den Bann gezogen. Mit einigen wenigen Einheiten gilt es in seiner Runde klug und überlegt den nächsten Schritt zu gehen. Wohin bewege ich mich, soll ich angreifen? Wenn ja, wie? Oder soll ich mich hinter meiner Deckung verschanzen. Herrlich! Gerade deshalb habe ich mir TASTEE: Lethal Tactics angeschaut.

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Kennt man doch schon, oder nicht?

TASTEE Lethal Tactics

Quelle: SkyBox Labs

Mit unseren 4 Helden stürzen wir uns in eine Schlacht aus Taktik und Nervenkitzel. Die Charaktere unterscheiden sich natürlich in ihren Fähigkeiten, bewegen sich aber doch sehr klassisch entlang der bekannten Figuren aus vergleichbaren Spielen. So gibt es neben Scharfschützen natürlich auch wuchtige Kerle mit wuchtigen Wummen. Doch das ist nur der Anfang, später schaltet man weitere frei, kann aber auch in bestehende Figuren virtuelles Geld investieren, um diese zu verbessern. Bis dahin alles klassisch. Doch schauen wir mal rein. Es gilt bei einer Mission beispielsweise Beute sicher zu stellen und diese zum Fluchtpunkt zu bringen. Nach Möglichkeit sollte man natürlich alle Helden heile evakuieren. Klickt man einen der Helden an, so erscheint ein blauer Bereich, der das aktuelle Sichtfeld der Figur darstellt. Zudem öffnet sich bei einem Klick ein Rädchen mit befehlen. Per Doppelklick bewegt sich die Figur ganz einfach irgendwo hin, allerdings können verschiedene Befehle gewählt werden. Etwa zu sprinten, zu kriechen, nichts zu tun oder blind herum zu feuern und einige weitere, die von Held zu Held unterschiedlich sind. Fordert man einen Charakter jedoch auf per Klick irgendwo hinzugehen, wird dieser sich nicht bewegen, wie man es eigentlich erwartet hätte, denn man muss zunächst alle Befehle an alle Mitgliedern durchführen, um dann seine Runde zu beenden, genau dann werden alle Befehle zeitgleich ausgeführt. Sollten sich drei bewegen und einer warten, werden diese Befehle alle gleichzeitig ausgeführt, auch die der Gegner!

Kleiner Twist, große Wirkung

Das ist ein großer Unterschied zu XCOM, aber einer, der wirklich Abwechslung ins Geschehen bringt. Immerhin: Es gibt einen Vorschau Button, sodass wir unseren nächsten Schritt auch ohne Folgen durchspielen können. Bewegt man sich also unüberlegt mit mehreren in eine unbekannte Richtung ohne in Deckung zu gehen, könnten alle schnell von einem auflauernden Gegner dahingerafft werden. Das ist im Offline Modus noch eventuell punktuell anders als bei der Konkurrenz, zumindest aber im Multiplayer sollte das aber für einen richtig frischen Wind sorgen.

TASTEE Lethal Tactics

Quelle: SkyBox Labs

Dennoch: Dieser kleine Gameplay Kniff macht Laune! Statt sich langsam mit einem sicher voran pirschen zu können, ist die Gefahr gleich mehrere Fehler zu machen hier umso höher. Umso mehr müssen sämtliche Schritte überdacht werden, gerade in Bezug auf die unterschiedlichen Fähigkeiten. Aber ich habe mich nach einigen Runden doch ganz gut in die Mechanik einfinden können und sie zu schätzen gelernt. TASTEE: Lethal Tactics macht nicht viel anders als sein Konkurrenz, dennoch ist es so anders. Einfach nur durch das gleichzeitige Ausführen aller Spielfiguren wird das Spiel mit einer besonderen Portion Überlegung und Nervenkitzel gewürzt, da so viele Faktoren eintreffen können, mit nur einem aktiv spielenden Charakter schnell untergegangen wären. Technisch präsentiert sich das Spiel von einer sehr, sehr, durchschnittlichen Seite. Die leicht Comic/Cartoon orientierte Grafik ist solide, aber kein besonderer Hingucker, der Sound ist nett, aber wenig spektakulär und dennoch ist mir das alles relativ egal. Ich habe nämlich wirklich Spaß mit dem Gameplay, durch welches sich dieses Spiel erst aus der Masse abhebt. Und wer wirklich an den Fingernägeln kauen will, sollte sich mit anderen menschlichen Gegnern messen. Denn jeder muss gleichzeitig seine gesamte Crew befehligen, nur damit zum Rundenende alle Aktionen gleichzeitig ausgeführt werden und man nur so mit Schimpfwörtern oder Jubelschreien um sich werfen kann. Wenn ich einen wirklich ernst zu nehmenden negativen Kritikpunkt hätte, dann dass die Bedienbarkeit nicht immer ganz einfach, bzw. präzise ist. Man verbringt auch nach einiger Eingewöhnung noch viel Zeit damit Routen zu optimieren, die man gar nicht so haben wollte. Wenn man es ganz eng sieht könnte man dem Spiel auch ingame vorwerfen, wenig Drumherum zu bieten. Über den Punkt mag ich aber angesichts des Preises unter der Tatsache, dass es ein Indie Spiel ist, gerne hinwegsehen.

Fazit

Fans von rundenbasierten Tatktik-Strategiespielen sollten dem Spiel definitiv eine Chance geben. Denn für 14,99€ erhält man auf Steam ein Spiel, welches Genre Fans sehr glücklich macht, ohne dass eine große Produktion dahinter steht, sondern einfach nur durch einen besonderen Gameplay Kniff ein wunderbares Erlebnis ist. 

Good

  • Eingängige Spielmechanik
  • Besonders taktischer Einfluss
  • Aktionen werden gleichzeitig ausgeführt
  • mehrere Charaktere mit unterschiedlichen Eigenschaften

Bad

  • Steuerung nicht immer ganz präszise
  • Technisch nur solide
8.1

Toll

The Guy who loves Videogames

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