Die komplette Geschichte des Master Chiefs vereint – Halo: The Master Chief Collection im Test

Das sah doch damals besser aus!

Wie schon erwähnt wurden alle Teile hinsichtlich der Grafik deutlich aufpoliert. In dem 3. und 4. Teil ist dies natürlich nicht ganz so auffallend, wie in den ersten beiden. Dabei kam die überarbeitete Fassung von Halo: Combat Evolved schon 2011 für die Xbox 360 raus. Aber auch Halo 2 wurde wie der erste Teil deutlich überarbeitet in Sachen Grafik. So habt ihr vielmehr Details und Schärfe in den einzelnen Szenen. Sämtliche Levels wurden in Puncto Optik überarbeitet. Zudem ist es immer wieder schön, auf Knopfdruck ohne Ladezeiten, sich auch die Original Version des Levels anzeigen zu lassen. Dabei merkte ich deutlich, dass ich die Spiele viel hübscher in Erinnerung hatte, als sie es wirklich waren. Gehe ich in der überarbeiteten Version durch Gänge, an denen Schläuche befestigt sind, verschnörkelte Wandverzierungen und Lichteffekte, sehe ich plötzlich, dass im Original da lediglich eine graue Wand war, mehr nicht. Irgendwie kann man gar nicht glauben, dass die Originale teils so häßlich waren. Gerade die Licheffekte durch die Terminals oder Wandbeleuchtung sehen jetzt extrem gut aus. Fast schon könnte man denken, dass Halo 3 jetzt der optisch schlechteste Teil ist.

Halo The Master Chief Collection

Vergleich der Karte Sanctuary Ancient Secrets ©343 Industries

Vor allem hat es sich 343 Industries nicht lumpen lassen die Ingame Zwischensequenzen von Halo 2 durch komplett neue CGI Szenen ersetzen zu lassen von einem externen Studio. Diese gehören dato schon fast zu den bestaussehendsten Sachen im Halo Universum. Natürlich muss im Gesamten erwähnt werden, dass auch die überarbeiteten Fassungen nicht an aktuelle Spiele herankommen. Die ersten beiden Teile sind halt 13 und 11 Jahre alt und um einen aktuellen Stand der Technik zu bekommen, hätte man das Spiel komplett neu programmieren müssen. Somit sehen wir zwar eine aufgehübschte Version des Spiels, aber natürlich kein grafisch oppulentes Meisterwerk. Gerade bei den Charakteren sieht man an, wie der Zahn der Zeit daran nagt. Vielleicht wäre mehr drin gewesen, wenn im Hintergrund nicht noch die alte Engine laufen würde, doch dann könnten wir nicht mal eben zwischen den beiden Versionen wechseln. In Sachen Gameplay Schnitzer, kommen wir später noch zu. Teil 3 und 4 sehen zwar besser aus, letzterer ist aber natürlich auch erst 2 Jahre alt. Dennoch waren dass alles Spiele für die alte Konsolengeneration, die schon damals keine neue Engine bekommen haben. Erst mit dem kommenden Halo 5: Guardians werden wir wohl einen Sprung in Sachen Grafik erleben. Dennoch profitiert auch die zweite Hälfte der Collection von optischen Verbesserungen im Bereich Beleuchtungseffekte und auch diese sind nun in Full HD Auflösung auf der Xbox One verfügbar.

So schön die Auffrischungskur aber sein mag, gibt es doch einige Probleme. Gerade in Cut-Scenes gibt es immer wieder Ruckler. Dabei ist es egal, welchen Halo Teil man spielt. Da fragt man sich schon, wo das Problem liegt, wo wir doch mehr Hardwarepower zur Verfügung haben.

Bitte nicht auf deutsch!

Den epischen Soundtrack kennt wohl fast jeder Gamer und dieser hört sich auch nach all den Jahren immer noch gut an, genauso wie die Soundeffekte und verschiedenen Sprachsamples der Covenant. Was man aber auf keinen Fall tun sollte ist die deutsche Synchronisation zu benutzen. In den neueren Teilen ist diese zwar einigermaßen okay, aber gerade in den ersten beiden Serien ablegern tun einem nach kurzer Zeit die Ohren weh. Alle Sprecher hören sich entweder übertrieben oder einfach absolut unpassend an. Einzig allein Cortana und mit viel gutem Willen auch der Master Chief selbst hören sich passabel an. Das die Lippensynchronität dabei zu wünschen übrig lässt, sollte einen nicht verwundern.

Zum Glück ist auch die englische Sprachausgabe auf der Disc und es sei geraten diese zu nutzen.

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