Test: Maxell Kuma Kopfhörer

Heute haben wir mal etwas anderes für euch. Dieser Test dreht sich um die Maxell Kuma Premium Headphones und nicht um Gaming-Pheripherie. Was wir von den Kopfhörern mit der beworbenen „Share it“-Funktion halten und ob sich der Kauf für euch lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Verpackung und Umfang

Die Kopfhörer kommen in einer weiß-roten Klappverpackung mit den Maßen 210 x 190 x 85 mm, welche optisch gut zu dem, auf der Vorderseite abgebildeten, schwarz-roten Headset passt (es gibt die Kopfhörer aber auch in weiß-rot). Wirft man einen genaueren Blick auf die Verpackung, sieht man schnell womit geworben wird: Die „Share it“-Funktion, zu welcher ich später noch komme. Des weiteren kann man der Box noch entnehmen, dass ein „Hands Free Microphone with music control“ eingebaut ist und das Design beworben wird. Technische Daten findet man keine.

Packt man die Kopfhörer aus, hat man auch schon alles aus der Verpackung. Eine Schnellanleitung oder Ähnliches ist nicht vorhanden. Grundsätzlich nichts schlimmes, da die Bedienung nicht schwer ist, aber ein Zettel mit den technischen Daten wäre trotzdem nicht schlecht gewesen, da diese auch nicht auf der Verpackung stehen.

Optik, Verarbeitung und Tragekomfort

Maxell Kuma 2

Quelle: Maxell Europe Ltd.

Die Maxell Kuma Kopfhörer sind komplett in schwarz-rot gehalten. Der Kopfbügel ist in reinem schwarz und besitzt ein dünnes Polster in rot an der Innenseite. Die Ohrmuscheln sind außen flach, aus Aluminium und im „industrial style brushed“. Die Polster der Ohrmuscheln sind aus weichem Schaumstoff, der mit Leder überzogen ist. Allgemein scheinen die Kopfhörer eine recht gute Verarbeitung zu besitzen. Die Polster sitzen fest, die beweglichen Ohrmuscheln scheinen durch den Widerstand nicht schnell locker zu werden und der Kopfbügel wirkt ebenfalls sehr stabil. Besonders positiv fällt hier auf, dass der Kopfbügel an den Seiten, die zum  Verstellen der Größen genutzt werden, Metall im inneren besitzt und somit nicht die Gefahr bietet, an diesen Stellen zu brechen. In der Verarbeitung punkten die Maxell Kuma also.

Doch kommen wir nun zum Tragekomfort. Es wäre natürlich schön, wenn ich hierbei genau so wenig bemängeln würde wie bei der Verarbeitung. Leider ist dem nicht so, da ich hier in einigen Punkten Abzüge geben muss. Doch zuerst zum Positiven: Die Größeneinstellungen sind vielzählig, wodurch es für jede Kopfgröße angenehm ist. Außerdem sind die Ohrmuscheln sehr beweglich, sodass wohl kaum jemand sagen kann, dass die Kopfhörer nicht passen. Dies ermöglicht es auch, nur ein Ohr abzudecken und das andere frei zu lassen, ohne dass es unangenehm wird. Die Kophörer wirken keinen großen Druck auf den Kopf aus und da die Polster an den Ohrmuscheln schön weich sind, sitzen sie grundsätzlich auch angenehm auf den Ohren. Richtig – auf den Ohren. Hier kommen wir zum ersten negativ auffallenden Punkt: Die Ohrmuscheln sind sehr klein geraten, das Ohr passt jedenfalls nicht hinein und die Polsterung wird immer komplett auf dem Ohr liegen. Dies führt dazu, dass sich nach einiger Zeit des Tragens eine gewisse Wärme an den Ohren entwickelt. Der andere negative Punkt an den Maxell Kuma Kopfhörern ist das sehr dünne Polster am Kopfbügel. Ich erwarte kein Kissen auf dem Kopf, doch ist mir dieses einfach zu dünn. Allerdings wiegen die Kopfhörer auch nur 220 Gramm, wodurch das Polster auch nicht extrem weich sein muss.

Soundqualität und Mikrofon

Die Maxell Kuma Kophörer besitzen 40mm Treiber, welche grundsätzlich für einen gutes Sound sorgen. Wie zu erwarten bietet der Sound aber auch Schwächen. Satte Bässe sollte man hier nicht erwarten, da diese wirklich sehr schwach ausfallen. Ebenso sollte man nicht die feinsten Höhen erwarten, denn diese wirken oft abgeschnitten. Besonders auffallend sind diese Effekte wenn man sehr Bassintensive oder sehr hohe Lieder hört, ansonsten fällt es nicht sonderlich auf. Dies liegt wohl nicht zuletzt daran, dass der Mitteltonbereich eine ordentliche Qualität aufweist und recht gut wiedergegeben wird. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass der Sound gerade durch die fehlenden Bässe ein ziemliches Manko besitzt, doch kann man bei einer UVP von 49,99 Euro auch nicht mit viel mehr rechnen. Man muss schließlich sagen, dass der Sound gut ist, aber logischerweise nicht an 150 Euro Kopfhörer rankommt.

Maxell Kuma 3

Quelle: Maxell Europe Ltd.

Ein nettes Feature an diesen Kopfhörern ist das „Hands Free Microphone“, das ins Kabel integriert (In-Line) ist. Solltet ihr also mit diesen Kopfhörern telefonieren wollen, ist dies problemlos möglich. Die Qualität des Mikrofons ist für Telefonate völlig ausreichend. Ein gewissen Grundrauschen wird zwar leider übertragen, doch stört dieses bei kurzen Telefonaten eher nicht.

"Share it"-Funktion

Maxell Kuma 4

Quelle: Maxell Europe Ltd.

Maxell bewirbt die Kopfhörer vor allem mit der „Share it“-Funktion, welche ich selbst so auch noch nicht gesehen habe. Wenn man mit Freunden unterwegs ist und diesen einen bestimmten Song vorspielen will, aber die Musik weder laut und so für alle hörbar machen will oder die In-Ear-Kopfhörer nicht teilen will -sei es aus hygienischen oder aus komfortbezogenen Gründen-, kann man bei den Maxell Kuma Kopfhörern die „Share it“-Funktion nutzen. Diese besteht darin, dass das Headset zwei 3,5 mm Buchsen anstatt nur einer besitzt, wobei in eine das Anschlusskabel gehört und in die andere ein weiterer Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker eingesteckt werden kann. Somit ist es nun möglich, dass eine andere Person einfach die eigenen Kopfhörer ansteckt und die Musik komplett mithören kann. Eine gute Alternative zum lauten Abspielen der Musik und ein tolles Feature für Kopfhörer im 50 Euro Bereich.    

 

 

Technische Daten

  • Treiber: 40mm
    Maxell Kuma 5

    Quelle: Maxell Europe Ltd.

  • Kanalabweichung: +/- 3dB
  • Eingangsempfindlichkeit: 30mW
  • Frequenzgang: 20Hz – 20kHz
  • Kabellänge: 1.2m
  • Impedanz: 32Ω ± 15% bei 1KHz
  • Empfindlichkeit: 103 +/- 3dB (bei 1kHz)
  • Stecker: 3.5mm Straight Plug
  • Maximale Eingangsempfindlichkeit: 2000mW
  • Kabeltyp: abnehmbar
  • Packungsgröße: 210 x 190 x 85 mm
  • Nettogewicht: 220 g

Fazit

ChrisBeim Kauf der Maxell Kuma Kopfhörer bekommt man für eine UVP von 49,99 Euro ein solides Produkt, dass nicht enttäuscht, aber auch nicht den höchsten Ansprüchen gerecht wird. Die Verarbeitung ist sehr gut und der Tragekomfort ist ebenfalls gut, auch wenn das Polster am Kopfbügel etwas zu dünn und die Ohrmuscheln zu klein sind. Der Sound kann nicht komplett überzeugen, wer allerdings auch ohne satte Bässe und feinen Höhen leben kann, wird nicht enttäuscht sein, wer dies unbedingt braucht muss wohl lange suchen oder einiges mehr bezahlen. Die Kopfhörer haben ein schönes Design und als nettes Extra gibt es noch das In-Line-Mikrofon, das tut was es soll, und die gut durchdachte und nützliche „Share it“-Funktion, welche ich mir in mehr Kopfhörern wünschen würde.

Good

  • Gute Verarbeitung
  • "Share it"-Funktion
  • In-Line-Mikrofon

Bad

  • Zu kleine Ohrmuscheln
  • Sound mit kleinen Schwächen
7.2

Gut

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause. Noch Fragen oder Anregungen? - chris.holzheu@gamersplatform.de

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