One Piece World Seeker – Hisst die Segel!

Bandai Namco wagt sich in neue Gewässer und bringt mit One Piece World Seeker das erste „Open World“ One Piece Spiel auf den Markt. Wie sich Bandai dabei schlägt, erfahrt ihr nun hier im Test!

It's a Trap!

ONE PIECE WORLD SEEKER

Quelle: Bandai Namco

Alles beginnt damit, dass Ruffy und seine Crew in einen Hinterhalt der Marine geraten und fliehen müssen. Ruffy wird dabei von Isaac, einem der neuen Charaktere und gleichzeitig Hauptgegner, angegriffen und schafft es so grade von der Himmelsinsel zu fliehen, stürzt dabei jedoch ins Wasser. Gerettet wird Ruffy vom zweiten neuen Hauptcharakter namens Jeanne, welche die Anführerin der Rebellen von Prison Island ist. Kaum ist Ruffy wieder aufgewacht, so macht Ruffy sich direkt auf die Suche um seine verlorenen Crew-Mitglieder zu finden. Sowohl die Story, als auch die beiden neuen Charaktere entsprangen direkt der Feder von Eiichiro Oda, dem Erfinder von One Piece.

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Quelle: Bandai Namco

Jeanne begleitet uns mehr und weniger über die Insel und ist eigentlich immer irgendwie vor Ort, wenn uns etwas passiert. Die Dialoge und Zwischensequenzen sind leider meist nur teilweise vertont und müssen manuell weitergeklickt werden. Im Jahre 2019 sollte man schon erwarten können, dass so etwas doch automatisch passiert. Solche Details ziehen sich leider durch die ganze Story, mehr als ein „Yatta“, „uhh“ oder „oi“ bekommt man nicht zu hören. Wenn man sich auf den Inseln und in der Stadt genauer umschaut fällt direkt auf, dass dort tote Hose herrscht, denn Neben ein paar Marktplätzen, einigen Gegner Gruppen und versteckten Kisten, gibt es auf der Insel nicht viel zu entdecken. Insgesamt ist die Story jedoch solide und glänzt mit einigen emotionalen Szenen,die durch einen guten Soundtrack unterstrichen werden.

Nehmt euch Zeit...

ONE PIECE WORLD SEEKER

Quelle: Bandai Namco

Wo wir gerade von Kisten sprechen, dann darf ich nicht unerwähnt lassen, dass diese Eeeewigkeiten brauchen um geöffnet zu werden, dasselbe gilt auch für Türen. Es gibt zwar eine Fähigkeit, damit man Kisten schneller öffnen kann, jedoch ist das immer noch extrem laaaangsaaam. Was soll denn sowas?! Auch die Ladezeiten nach Toden lassen noch Spielraum nach oben und wären wirklich nicht notwendig. Die Kameraführung hat auch schon mal bessere Tage gesehen, denn nicht immer macht sie das was man will und agiert ab und an eigenständig, um mich auf Dinge hinzuweisen. Eine Markierung auf der Karte hätte es auch getan. Auch das Schnellreisen dauert eine gewisse Zeit, ist jedoch noch ertragbar. Ansonsten muss man sagen, dass das Spiel technisch sauber funktioniert, weder Glitches noch Bugs habe ich auf meiner Reise gefunden.

Gumo-Gumo-Noo!

Kommen wir nun zu Ruffy, dem Kampfsystem und den Fähigkeiten. Ruffy hat diverse Möglichkeiten um sich über die Insel zu bewegen, entweder man schleudert sich von Gebäude zu Gebäude, fliegt mit dem Gum-Gum-Ufo über Schluchten oder erkundet einfach zu Fuß die Gegend. Eine weitere Möglichkeit bietet das „Schleichen“, in dem man sich in einem Fass versteckt und durch die Gegend läuft, jedoch ist diese Mechanik ist nicht wirklich funktionabel noch notwendig. Bevor man überhaupt auf die Idee kommt sich in das Fass zu quetschen, hat man die Feinde vor sich schon besiegt. Die Karte kann von Anfang an frei erkundet werden, was wirklich positiv ist und einem dadurch wenigstens ein bisschen Open-World-Feeling gibt.

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Quelle: Bandai Namco

Das Kampfsystem besteht mehr oder weniger aus einer Taste für den Nahkampf und einer Taste für den Fernkampf. Durch drücken der „L1“-Taste können sich zusätzlich Spezialangriffe angezeigt und durch jeweiligen Tastendruck ausgeführt werden. Das Spammen der Quadrat-Taste, auf der PlayStation, reicht jedoch vollkommen aus um jeden Gegner mit Leichtigkeit zu besiegen. Im Kampf kann man zwischen schnellen und schweren Angriffen switchen um so flexibler zu sein. Weder die KI-Standard-Mobs noch Bosse stellen eine Gefahr da und können ohne jegliche Taktik, ins Jenseits befordert werden.

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Quelle: Bandai Namco

Anfänglich macht es sogar Spaß die altbekannten Fähigkeiten von Ruffy zu benutzen, wie die Gum-Gum-Bazooka oder Gum-Gum-Gatling, aber da die Fähigkeiten stark begrenzt sind, nutz sich das Kämpfen auch sehr schnell ab. Die Lebensanzeige regeneriert sich automatisch die ganze Zeit, auch während der Kämpfe. Sanji, Nami, Lysop und all die anderen Mitglieder der Crew sind nur als Deko auf dem Schiff und können nicht als spielbaren Charakter ausgewählt werden. Ihre Funktion dient allein der Beschaffung von Items, Ausrüstung und Essen. Bei Sanji können Crew-Mitglieder auf eine Erkundungsmission geschickt werden, bei Beendigung der Mission erhält man die ausgewählten Zutaten.

ONE PIECE WORLD SEEKER

Quelle: Bandai Namco

Neben der Hauptmission gibt es Nebenaufgaben die sich leider schnell wiederholen und das Standard-0815-Open-World-Feeling unterstreichen. Sammel Zutaten, finde Personen, gehe zu Punkt A, B und C und verkloppe Marine Soldaten. Nichts was man noch nicht gesehen hätte und leider nichts spannendes dabei. Nach der fünften Sammelmission verlässt einen die Motivation und man kümmert sich lieber um die Hauptquest.

Über das Touchpad auf der PS4 kommt man in das Menü und kann sich dort die Karte und die Missionen anzeigen lassen. Die grünen Markierungen auf der Karte dienen als Schnellreisepunkte, um sich etwas Zeit zu ersparen. Zusätzlich gibt es noch ein „Karma“-Reiter, dieser füllt sich durch abschließen von Aufgaben. Wenn die 100% einer Person erreicht ist, kann dadurch eine zusätzliche Szenen ausgelöst werden. Der Fähigkeiten-Baum ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet die Möglichkeit, Ruffys Angriffe zu verstärken oder passive Fähigkeiten zu verbessern.

ONE PIECE WORLD SEEKER

Quelle: Bandai Namco

Aufgeteilt werden die Kategorien in „Panzer-Haki“, „Parameter“, „Erkunden“, „Beobachter-Haki“ und „Kampf“. Fans sollten wissen, dass mit „Panzer-Haki“ eigentlich „Rüstungs-Haki“ und mit „Beobachter-Haki“ eigentlich „Observations-Haki“ gemeint ist, schon etwas peinlich liebe Übersetzer. Zusätzliche Ausrüstung kann durch Materialien hergestellt werden, diese Materialien erhält man durch abschließen von Quests, besiegen von Gegner oder durch genaues umsehen in der Umgebung. Bei Lysop oder Franky können dann die Materialien in Ausrüstung umgewandelt oder alte Ausrüstung zerlegt werden.

Fazit

Leider mangelt es One Piece World Seeker an allem, um ein gutes Open-World-Spiel zu werden. Leblose Landschaften, ein zu einfaches Kampfsystem, repetitive Aufgaben sind nur einige Dinge, welche überarbeitet werden müssen. Die Story hält einen auch nicht länger bei der Stange, da auch diese nur ok ist und durch nicht vertonte Dialoge an Charme verliert. Ich hatte mir mehr erhofft, da die Geschichte rund um Ruffy viel Potential bietet. Wie wäre es beim nächsten Mal, mit der Option mit der Thousand Sunny zu reisen oder andere Charaktere zu spielen um Abwechslung zu bieten? Ich hoffe Bandai Namco lernt aus diesen Fehlern und beglückt uns beim nächsten Mal mit einem richtigen Knaller!

Videoquelle: YouTube | PlayStation

Good

  • guter Soundtrack
  • schön geschriebene neue Charaktere
  • technisch sauber umgesetzt

Bad

  • leere Welt
  • repetitive Aufgaben
  • KI sehr dumm
  • Kämpfe nicht fordernd
  • Dialoge nur teilweise synchronisiert
  • nur Ruffy als spielbaren Charakter
  • lange Wartezeiten beim öffnen von Truhen und Türen
  • Schleich-Feature unpassend
5.8

Durchschnittlich

Mag Videospiele, Serien, Filme und Zeugs zum sammeln.

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