Indieview: Eon Altar Episode 1 und 2

In unserem heutigen Indieview werfen wir einen Blick auf Eon Altar Episode 1 & 2. Da die dritte Episode kürzlich erschienen ist, und die Chance, dass ihr das Spiel bisher nicht kanntet recht hoch ist, wollten wir es euch hier noch einmal kurz vorstellen.

Eon Altar (2)

Quelle: Flying Helmet Games

  • Eon Altar Episode 1&2 -
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Zur Geschichte: Die Götter Myrth und Dagaz erschufen die Welt und verschiedene andere, kleinere Götter mithilfe des Eon Altar. Als Dagaz allerdings von anderen Göttern manipuliert wurde um Myrth zu ermorden, begann ein Krieg unter Göttern. Am Ende des Kriegs wurde Dagaz besiegt und in den Eon Altar eingesperrt. Von da an begann eine Zeit in der Bosheit die Welt plagte. Hier kommen die verschiedenen „Helden“ ins Spiel, welche sich aus verschiedenen Gründen und mit verschiedensten Hintergründen in der Stadt Tarnum treffen und nun versuchen, den Eon Altar zu erreichen. Hier bekommt der Spieler in diesem RPG das erste mal die Kontrolle, und darf sich einen Helden auswählen und mit diesem die Reise antreten.

Eines der interessantesten Features in Eon Altar ist wohl die Steuerung. Anstatt der klassischen Maus-Tastatur-Steuerung oder eines Gamepad-Supports steuert man hier mithilfe des Smartphones. Ja, man steuert mit dem Handy. Der PC-Monitor zeigt die Charaktere und die Spielwelt, während sämtliches Bewegen, Kämpfen, Skillen oder das Nutzen von Items und co. Auf dem Smartphone stattfinden. Ein grundsätzlich interessantes Prinzip, nur keines, welches ich mir bei Spielen wünsche. Als Kritik muss man daran anbringen, dass ihr zu aller erst 150MB freien Speicherplatz auf dem Handy haben müsst, welches zudem auch über ausreichende Leistung für die App verfügen muss. Bei älteren Smartphone-Modellen wird man nur Crashes der App sehen und somit nicht in der Lage sein, das Spiel überhaupt zu beginnen. Außerdem ist das Smartphone während des Spielens auch blockiert und online nach Tipps suchen, WhatsApp-Nachrichten lesen oder ein Telefonat nebenbei gestalten sich dementsprechend sehr schwierig. Außerdem sollte der Bildschirm ausreichend groß sein, da das Navigieren in den Menüs auf kleinen Smartphones nicht sonderlich angenehm ist. Der große Vorteil dieser Steuerung ist, dass bis zu vier Personen gleichzeitig an einem Gerät spielen können, was am PC normalerweise nicht möglich ist.

Quelle: YouTube – Flying Helmet Games

Neben der Steuerung wird auch ein Großteil der Geschichte auf dem kleinen Bildschirm erzählt, denn wenn es zu Dialogen kommt können eure Charaktere immer wieder Entscheidungen treffen, welche logischerweise über das Handy auch ausgewählt werden. Dementsprechend ist es auch Möglich, die eigenen Absichten dem Mitspieler geheim zu halten, oder sie eben vorzulesen und so für Transparenz zu sorgen. In der Realität gestaltet sich dies leider etwas schwer, da es eben auffällt, wenn man im Dialog ist, und den Mitspielern seine eigene Entscheidung nicht mitteilen will. Interessierte sollten allerdings des englischem Mächtig sein, da es keine deutsche Spachausgabe gibt und auch die Texte alle in Englisch sind.

Bei Eon Altar handelt es sich um ein Top-Down-RPG in verschiedenen Umgebungen mit klassischen Turn-Based-Kämpfen, in welchen man eine recht große Auswahl an verschiedenen Angriffen gegen die verschiedenen Gegner wählen kann. Diese werden im verlauf des Spieles immer mehr erweitert und man kann seinen Charakter durch gezieltes Skillen etwas in eine bestimmte Richtung entwickeln. Schlussendlich bleiben allerdings die üblichen Turn-Based-Einschränkungen, zum Beispiel dass man nicht aktiv Blocken oder ausweichen kann. Die Kämpfe an sich warten hinter jeder Ecke, man läuft ein Stück, zerstört ein paar Fässer, öffnet ein paar Kisten und schon steht man wieder im Kampf, wodurch leider der gesamte Flow wieder zum stehen kommt.

Fazit

Die Grafik sieht für einen so günstigen Titel (alle Episoden ca. 15€) ziemlich gut aus, auch wenn alles etwas ausgewaschen wirkt. Allerdings ist das Prinzip der Smartphone-Steuerung zwar gut umgesetzt, meiner Meinung nach allerdings nicht sonderlich gut durchdacht. Außerdem hätten Echtzeitkämpfe dem Spiel sicherlich ziemlich gut getan, da man so nicht immer von den zahlreichen Kämpfen so extrem unterbrochen wird und eine gewisse Taktik-Komponente so besser zum tragen käme.

Good

  • Gute Grafik (in der Preisklasse)
  • Verschiedene Charaktere mit besonderem Können
  • Spieler können Geheimnisse vor anderen haben

Bad

  • Smartphone-Steuerung von Modell abhängig
  • Steuerung unpräzise und umständlich
  • Turn-Based-Kämpfe
7.3

Gut

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause. Noch Fragen oder Anregungen? - chris.holzheu@gamersplatform.de

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