Layers of Fear (PC) im Test

In Layers of Fear begleitet man einen erfolgreichen Maler mit einer kreativen Blockade, der nach und nach in den Wahnsinn verfällt. Und wie das bei Wahnsinn so ist, ist alles nur eine Kopfsache. In diesem Test beschreibe ich, wie das so funktioniert und wo die Vor- und Nachteile des Spieles aussehen.

Layers of Fear (2)

Quelle: Blooper Team

Wir befinden uns in unserem Anwesen und wollen ein Bild malen. Doch leider kommt uns da der Wahnsinn dazwischen, in welchen wir aufgrund einer erlittenen Tragödie immer mehr abdriften. Unsere Aufgabe ist denkbar einfach: lauf einfach immer weiter durch das Haus, bis die “Inspiration” zuschlägt und man das Bild weiter malen kann. Viel mehr können wir allerdings auch gar nicht machen, denn die Spielmechanik beschränkt sich auf das Laufen, Umsehen, Öffnen von Türen und Schränken und bedienen von Schaltern. Und das wird ab einem bestimmten Punkt auch etwas zäh, da man dann die komplette Einrichtung durchwühlen muss um Zettel, Fotos und Co zu finden, welche etwas Kontext zur Geschichte bringen. Die Rätsel bringen da leider nicht viel mehr Abwechslung rein, da die Lösung dieser in der Regel wirklich offensichtlich ist. Auch ich habe natürlich bei einem oder zwei Rätsel einen Moment überlegen müssen, allerdings auch wirklich nur einen Moment. Ich frage mich zum Beispiel, wieso die ganzen Gegenstände aus dem Haus nicht in Rätsel eingebunden werden sondern nur betrachtet werden können. Rätsel, sie man nur mit bestimmten Items in bestimmten Kombinationen lösen kann, sind doch immer etwas interessanter.

Aber der Fokus von Layers of Fear liegt natürlich auch auf der Atmosphäre und der Präsentation. Eines steht fest, das Spiel weiß in dieser Hinsicht eindeutig zu überraschen, denn hinter jeder Tür kann sich der nächste Schocker oder aber auch gerne ein psycho-Spielchen verstecken. Natürlich sind Jumpscares immer wieder mal mit dabei, aber man kann viel Eher mit komplett unerwarteten Dingen rechnen, hier kommt man in eine Zeitschleife, dort beginnen sich Gegenstände zu bewegen, etc. Um die Überraschung für euch aufrecht zu halten, will ich keine weiteren Beispiele nennen. Eines steht aber fest: Hinter jeder Tür steckt etwas besonderes und auch sehr gut umgesetztes. Natürlich trägt die Unity-Engine durch atmosphärische Beleuchtung und unzählige Details sehr stark zu der allgemeinen Atmosphäre bei. Aber eines darf bei einem Horror-Spiel natürlich nicht fehlen: eine gute Klang-Kulisse. Hier griffen die Entwickler in die klassische Horror-Trickkiste mit Knarzen, Schreien und natürlich Klavier-Melodien, welche durch Bässe und unharmonische Melodien nach und nach abgelöst werden. Diese tragen ordentlich zur düsteren Stimmung bei und sorgen hier und da auch gerne mal für Gänsehaut. Insgesamt also eine wirklich gelungene Präsentation.

Ich erwähnte es bereits am Anfang: Wahnsinn ist im Kopf und nicht real, auch wenn es für den Betroffenen real wirkt. So ist es auch in Layers of Fear, denn über die komplette Spielzeit hinweg muss man keine dramatische Konsequenzen erwarten. Zwar hat man anfangs immer das Gefühl von allgegenwärtiger Bedrohung in beklemmenden Räumlichkeiten, doch je weiter man im Spiel fortschreitet, desto mehr weicht dieses Gefühl und man wird sich Bewusst, dass man in einem linearen Spiel auf festen und sicheren Pfaden wandert. Erschrecken wird man immer noch, allerdings sollte man nicht mit der klassischen Angst rechnen. Diese ist allerdings auch nicht nötig, um das Spiel weiter zu führen, da man trotzdem immer mehr wissen will und Neugierig auf das Ende wird.

Layers of Fear (3)

Quelle: Blooper Team

Fazit

ChrisAuch wenn dieser Test recht kurz geraten ist, was vor allem dem Vermeiden von Spoilern zu schulden ist, sollte jedem Leser meine Meinung bereits klar sein. Die Spielmechanik ist im Grunde genommen zwar auf ein Minimum beschränkt, allerdings war sie das im äußerst beliebten P.T. (Silent Hills Teaser) auch, wo es ebenso gut funktionierte. Es ist gerade die Atmosphäre und Präsentation in Layers of Fear, die das Spiel so Spannend machen. Dieser Spannung wird durch das Fehlen von direkten Konsequenzen zwar ein Schlag versetzt, doch sie bleibt dank der gut durchdachten und überraschenden psycho-Spielchen die hinter jeder Ecke warten immer erhalten. Zudem will man einfach wissen, was am Ende der vier bis fünf Stunden Spielzeit wartet. Ich kann Layers of Fear Horror-Fans weiterempfehlen.

Good

  • Gute Atmosphäre
  • Viele Überraschungen
  • Tolles Spielprinzip
  • Klangkulisse

Bad

  • Sehr simple Spielmechanik
  • Keine Tode
  • Items ohne Nutzen
8.3

Toll

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