Final Fantasy Explorers im Test – Final Fantasy trifft Monster Hunter

Final Fantasy, eine Marke von Square Enix, die oft grandiose Geschichten verspricht, typisches JRPG und stundenlanger Spielspaß. Doch habt ihr euch schonmal gefragt, was passiert, wenn man das Universum von Final Fantasy mit anderen Titeln mischen würde, dabei meine ich nicht Kingdom Hearts, sondern zum Beispiel Monster Hunter? So ähnlich ließe sich nämlich Final Fantasy Explorers beschreiben, doch ist es ermüdend auf dortige Queste nachzugehen oder ungemeiner Spielspaß? Das finden wir heraus!

Eine bekannt unbekannte Situation

Final Fantasy Explorers

Diablos und seine Schwerkraftangriffe

Stellt euch also Final Fantasy vor, aber ihr spielt nicht alleine, sondern mit anderen Spielern zusammen wie in Monster Hunter. Ihr nehmt eine gemeinsame Quest an und zieht in Echtzeit los. Jeder von euch hat dabei eine ganz eigene Klasse die er sich aussucht, einer spielt den Krieger als Tank, einer macht den Weißmagier als Heiler, während der dritte den Damagedealer als Mönch gibt und der vierte vielleicht einen Ranger. Was steht dann am Ende eurer Queste? Z.B. der Kampf gegen eine bekannte Beschöwrung wie Ifrit, Shiva oder Bahamuth. Während der Tank also die Aggro hält, feuert Shiva ihre Eisattacken ab, der Mönch wird von einer Frostnova getroffen, der Weißmagier muss schnell agieren und sowohl Krieger als auch ihn heilen, während der Ranger aus der Entfernung Glück hatte. Mit Taktik und vereinten Kräften liegt der Gegner schließlich nach einem harten Kampf am Boden und hinterlässt wertvolle Beute, die ihr für neue bessere Ausrüstung benötigt.

Harter Kampf, Lootbelohnungen und Spaß dabei, das ist motivierend und macht Lust auf mehr, gerade wenn man die altbekannten Gegner aus dem Final Fantasy Universum trifft.

Gibt es auch eine Story oder Grinden pur?

Final Fantasy Explorers

Euer Stützpunkt, das Dorf Libertas

Generell ist die Story in dem Titel zu vernachlässigen. Grob gesagt seid ihr als neuer Explorer auf der Insel Amostra, die scheinbar viele magische Kristalle besitzt, weswegen sie von vielen Explorern besucht wird. Deswegen seid auch ihr da und naja der Rest ergibt sich dann über eine Questlinie. Sonderlich spannend ist es jedoch nicht und das eigentliche Gameplay geht auch erst nach der Story richtig los und lässt Zeit für 100 bis 200 Spielstunden, je nachdem wie viel ihr aus dem Titel für euch herausholen wollt.

Generell ist der Ablauf so, dass euer Questhub das Dorf Libertas ist. Dort könnt ihr diverse Quests annehmen, findet Läden um Items zu kaufen oder neue Rüstungen zu schmieden, einen Wahrsager, der euch Vorteile für die nächste Quest bringt (hier ein sinnvoler Einsatz der PlayCoins, die nutzen könnt), eine Monsterarena oder auch ein Luftschiff, welches genauso nicht fehlen darf wie der Charakter Cid. Zu Anfangs sind eure Aufträge noch Recht lapidar, tötet x Monster oder sammelt x von Gegenstand y ein. Doch dauert es auch gar nicht lange, bis man euch anvertraut größere Monster anzugehen.

Sobald ihr euch dann für ein Quest entschieden habt, könnt ihr euch zu Fuß auf dem Weg zum Zielgebiet machen oder später mittels Luftschiff. Dies ist daher praktisch, da jedes Quest ein bestimmtes Zeitlimit hat und ihr pro Tod eine Zeitstrafe erleidet. Ähnlich wie in anderen Titeln, könnt ihr euch alleine auf die Queste begeben, bzw. im späteren Verlauf mit NPC Monstern, oder ihr könnt euch mit bis zu drei anderen Spielern online oder lokal zusammenschließen, was gerade den Reiz ausmacht bei großen Bossen. Die Belohnung besteht am Ende natürlich aus Ressourcen, Gil und Kristallpunkten, welche ihr gerade für das Erkaufen neuer Fähigkeiten und Upgraden eurer Ausrüstung benötigt.

Wenn ich groß bin werde ich Mönch, oder Krieger oder Dragoon oder….

Final Fantasy Explorers

Später könnt ihr auch in den beliebten Dark Knight Job wechseln

Während bei Monster Hunter die Charaktere sich durch die verschiedenen Waffen definieren, gibt es in Final Fantasy Explorers 21 verschiedene Jobs in die ihr schlüpfen könnt, ähnlich wie in Final Fantasy 5. Zu Anfang habt ihr noch nicht alle zur Auswahl und könnt lediglich Standard Berufe annehmen wie Krieger, Weißmagier, Schwarzmagier und ähnliche. Erst im Laufe des Titels schaltet ihr alle Jobs wie Dragoon, Zeitmagier u.ä. frei. Aber es steht euch jederzeit frei den Job zu ändern, wodurch ihr andere Skills, Waffen und Rüstungen nutzen könnt. Jedoch könnt ihr natürlich auch die Skills der verschiedenen Jobs miteinander mischen, wenn ihr sie erstmal gelernt habt. Soll euer Krieger sich z.B. heilen können, könnt ihr auch den Vita Spruch bei ihm ausrüsten. Ist natürlich nicht ganz so effektiv, aber dadurch könnt ihr den Charakter am Ende so anpassen, wie er euren Wünschen entspricht.

Generell dürft ihr auf einer Quest oder im Kampfgebiet 8 Fähigkeiten ausrüsten vorher. Diese werden dann mittels L- und R-Taste und A,B,X und Y ausgelöst. Jede Fähigkeit zieht euch ein paar Ausdauerpunkte ab, die aber sich mit der Zeit oder normalen Attacken wieder schnell aufladen. Je öfter ihr die Skills einsetzt, desto mehr steigt eure Resonance an, die euch eingeblendet wird oben, wodurch eure Skills stärker werden. Wenn ihr eine zeitlang keine Skills nutzt, sinkt diese wieder. Zwischendurch erlaubt euch die Resonance auch eine sogenannte Crystal Surge auslösen, die euren Fähigkeiten ein Element Attribut verleiht für kurze Zeit oder euch größer und stärker macht.

Im Gegensatz zum Konkurrenten spielt sich Final Fantasy Explorers übrigens viel flinker und schneller und ist nicht ganz so auf eure Ausdauer und schwere beeindruckende Waffen ausgelegt.

Looten ohne Leveln und Abwechslung

Final Fantasy Explorers

Der Krieger, eine der Basisklassen

Ein wichtiger Suchtfaktor, neben dem Besiegen der bekannten Gegner, ist natürlich das Schmieden neuer Ausrüstung. Waffen, Helme, Rüstung, Hosen und Accessoire bzw. Schilde stehen im Programm und werden mit erbeuteten Materialien hergestellt. Dabei ist es immer spannend zu sehen, wie die neuen Rüstungen aussehen, welche Vorteile sie bieten. Das Design ist dabei bei weitem nicht so abgefahren wie in Monster Hunter, aber cool sehen sie dennoch aus.

Leveln gibt es also auch hier nicht wirklich, sondern ihr werdet über die Ausrüstung und Verbesserungen die ihr in diese einbaut stärker und durch Skills die ihr erwerben könnt. Solltet ihr auch nicht mit andern Spielern losziehen wollen, macht ihr euch selbst stärker, indem ihr Monster heranzüchtet im Spielverlauf, die ihr mitnehmen könnt. Dabei gibt es auch hier Monster die eher heilen oder heftig Zuschlagen.

Schade ist jedoch, dass ihr hier nicht mehr machen könnt im Feld. Kein Item Crafting, kein Kochen oder Angeln, keine Waffe schärfen und sonstiges. Da hätte bisschen mehr Abwechslung doch gut getan.

Der technische Aspekt des Spiels

Final Fantasy Explorers

Mittels Spezialttacken haut ihr die Energieleiste runter

Große abwechselnde Landschaften, detailverliebtheit bei Monstern und den Rüstungen stechen hervor in dem Titel. Zwar könnten einige Sachen bestimmt auch besser aussehen, gerade wenn man sich andere Titel wie die aktuellen Pokemon Titel oder oder auch den großen Konkurrenten anschaut, aber für ein Handheld Titel holt Final Fantasy Explorers schon einiges heraus. Dennoch verwundert es einen, dass es keinen 3D-Modus in dem Spiel gibt.

Soundmäßig gibt es viele altbekannte Stücke zu hören, die Final Fantasy Fans kennen und lieben gelernt haben und einen sofort das vertraute Gefühl vermitteln, mit dem wir RPG’ler über die Jahre aufgewachsen sind. kleines MAnko jedoch, alle Bildschirmtexte sind komplett in englisch. Eine deutsche Lokalisation hat man sich gespart, was gerade eigentlich bei einem Final Fantasy Titel und einem Handheld Ableger, welcher immer noch eine eher jüngere Zielgruppe hat, verwundert.

Im Spiel ist zudem eine Unterstützung des Circle Pad Pros und des C-Sticks des New 3DS implentiert. Zum Glück, da es die Kamerasteuerung um vielfaches vereinfacht. Nur wundert euch nicht, diese muss erst im Optionsmenu aktiviert werden und hat mich als New 3DS Spieler irritiert, da der Menupunkt nur „Aktiviere Circle Pad Pro“ lautet, aber auch für den C-Stick zutrifft.

Fazit

Sascha RedakteurIch hatte mir am Anfang nicht viel erwartet von Final Fantasy Explorers, hab aber schnell gemerkt, dass ich doch viel Spaß an dem Titel hatte. Gerade auch mal eben eine kleine Quest während der Bahn erledigen und dann Zuhause alleine oder mit andern Mitspielern noch eine Runde Ifrit oder sonst wen vor dem zu Bett gehen kloppen, macht schon Laune. Der Titel ist halt unglaublich schnell zugänglich ohne große komplexe Mechanismen und ist damit für Anfänger geeignet. Jedoch ist da mein Problem ein wenig, als alteingesessener Monster Hunter Spieler. Final Fantasy Explorers wirkt dann nämlich wie eine Monster Hunter Light Version auf mich. Ohne Frage hatte ich meinen Spaß mit dem Titel, aber ich denke man hätte dort noch einiges mehr einbauen können, damit der Spieler wirklich das Gefühl bekommt ein Explorer zu sein, der unterwegs noch sich was brauen oder kochen muss. Sicher möchte ich nicht wie im anderen Titel auf Waffengeschwindigkeit und ähnliches achten und ich denke, dass Final Fantasy Explorers durchaus potential für einen Nachfolger hat.

Good

  • Einfacher Einstieg
  • Beliebte Final Fantasy Figuren und Gegner
  • 21 verschiedene Jobs die kombinierbar sind
  • Süchtigmachendes Spielprinzip

Bad

  • Leider nur in Englisch
  • Bisschen Abwechslung fehlt
  • Für Monster Hunter Profis zu leicht
7.8

Gut

Gamer aus Leidenschaft, Nerd aus Liebe, Liebhaber aller Konsolen Bei Fragen, Anregungen, Wünschen oder einfach Small Talk schreibt mir an sascha.mensfeld@gamersplatform.de

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