Videospiel-Entwicklung, ein schöner Haufen Arbeit…

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Nach jahrelanger Erfahrung als Schreiberling habe ich erstmals meine Finger bei einem sich in der Entwicklung befindenden Videospiel mit im Spiel. Und auch wenn ich nur für einen Bruchteil zuständig bin, so merkt man doch direkt, wieviel Arbeitsaufwand ein Spiel eigentlich benötigt. Abseits von AAA-Produktionen befindet sich der Titel eher im Casual-Bereich, man könnte auch sagen ein klein wenig Indie!

Ich möchte aber gar nicht so viel über das Projekt verraten, sondern lieber über die Entwicklung selbst reden. Zunächst entstand die Idee, danach die Suche nach leidenschaftlichen Entwicklern und sonstiger Personen, die kreativ am Prozess mitwirken. Klar kostet das alles auch Geld, aber Hauptaugenmerk liegt hier auf den ganzen kleineren Aspekten, denn neben den Programmierern gibt es die Designer, die Tester und irgendwie muss das Ganze auch noch jemand am Laufen halten und koordinieren. Wenn man in diesem Zug dann Spiele aufploppen sieht, die von einer einzigen Person entwickelt worden sind, dann ziehe ich meinen Hut!

Kommerzieller Erfolg hin oder her, ich denke wenn man seine eigene Vision finalisiert hat, dann kann man stolz darauf sein. Dies ist bei anderen Medien genauso der Fall, seien es Filmproduktionen, Gemälde oder Handarbeiten. Man investiert viel Zeit in Projekte und gerade wenn man unabhängig in diese Welt eintaucht, dann hat man die Freiheit genau das zu tun, was man möchte. So langsam verstehe ich warum es ein Traum ist für viele Angestellte bei größeren Entwicklern, irgendwann einmal ein erfolgreicher Indie-Entwickler zu sein.

Beispiele gibt es so einige, aber wenn man diese in Relation zur Gesamtanzahl von Projekten sieht, scheinen sie sehr gering zu sein. So ringt man nach einem Publisher oder nutzt Crowdfunding-Plattformen, damit man sich finanziell über Wasser halten kann und das Projekt nicht im Nirvana verschwindet. Weiterhin versucht man Prototypen an Spieler zu bringen und Feedback zu erhalten. Ist das Spiel überhaupt gewünscht auf dem Markt und herrscht Interesse? Mache ich das Spiel wirklich nur für mich selbst, weil ich es will? Fragen über Fragen, die man sich auf dem Weg zum Ziel immer wieder stellt.

Als Tipps kann ich nur jedem angehenden Entwickler empfehlen, Geduld zu haben mit seinem Projekt. Die richtige Strategie und Vorangehensweise ist entscheidend, um auf allen Gebieten zu punkten. Jeder noch so kleine unbedachte Punkte kann als Bestrafung enden und sich negativ auf das gesamte Resultat auswirken. Seitdem ich meinen Fuß in diese Tür gesetzt habe, verneige ich mich vor allen Spieleentwicklern ohne Ausnahme. Da müssen so einige Schweißperlen geflossen sein.

Markus Janssen, Freier Autor

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