Zum Gruseln? – Episode 1 von Resident Evil: Revelations 2 im Test

Capcom Resident Evil Revelations 2

Quelle: Capcom

Es ist wirklich zum Gruseln, wenn man bedenkt in was für eine Richtung sich Resident Evil entwickelt hat. Während man mit dem fünften Teil immerhin noch ein solides Action-Game, nur leider fast ohne Horror Elemente an den Start bracht, entpuppten sich Resident Evil 6 oder Operation Raccon City als belangloses Geballer. Resident Evil: Revelations, ursprünglich für 3DS, war da schon eine kleine Offenbarung, weil es die Action deutlich zurückfuhr und sich auf alte Werte stützte. Nun ist der zweite Teil im Kommen und teilweise schon da. Warum? Weil das Spiel auf ein Episodenformat setzt. Ich habe derweil schon einmal die erste Episode gespielt und verrate euch in diesem Test, ob man hier als Horror oder Resident Evil Fan auf seine Kosten kommt. 

 

Ich will ein Spiel mit euch spielen 

Die TerraSave Organisation, ein Unternehmen im Kampf gegen den Bioterrorismus, wird plötzlich von einem Spezialteam angegriffen. Sie brechen die Scheiben des Gebäudes ein und überfallen die Mitarbeiter. Das Bild wird schwarz. Resident Evil Allstar Claire Redfield findet sich danach in einer Zelle wieder, ein einer Gefängniszelle. Um ihren Arm ist ein farbiges, elektronisches Band, aber sie weiß nicht, was geschehen ist. Die Gefängniszelle öffnet sich selbstständig und Claire betritt dunkle Gänge in einem leeren Gefängnis, welches unheimlich anmutet. Sie findet glücklicherweise aber bald Neukollegin Moira, die ebenfalls das merkwürdige Armband trägt. Durch dieses spricht eine verzerrte Stimme, zitiert verstörende Worte und scheint nur eins im Sinn zu haben, den beiden Kolleginnen in bester Saw-Manier das Fürchten zu leeren und kranke Spielchen zu treiben. 

Das ist das Ausgangsszenario des neuen Resident Evil Ablegers, der geschichtlich nicht an den Vorgänger knüpft, aber nach Teil 5 spielt, da später im Spiel von dem Virus in Afrika die Rede ist. 

Episode 1

So eine Sauerei…
Quelle: Capcom

 

Horror und Koop, das hatten wir doch schon mal… 

Erinnert ihr euch noch an Ashley aus Resident Evil 4? Die Präsidenten Tochter durften wir in dem sonst tollen Spiel eskortieren und wahrlich niemand erinnert sich mit Freuden daran. Doch viel mehr Angst vor dem Monstern in Revelations 2 kam in mir hoch, als Kollegin Moira sagt, sie wolle keine Schusswaffen tragen. Die Angst legte sich dann doch aber schnell, als die junge Dame sich dann mit einem Brecheisen zufrieden gibt. Schnell machte mir das Spiel jedoch klar, dieses Abenteuer hier, das spielt ihr beiden zusammen. Koop Modi sind Horror Fans angesichts des fünften oder sechsten Teils der Serie sicherlich nicht allzu gern in Erinnerung geblieben.

Immerhin ist euch selbst überlassen ob man alleine spielen will, oder mit einem Couch-Partner, denn auf einen Online-Koop verzichtet Capcom. Claire Redfield also zeichnet sich durch ihren Umgang mit Schusswaffen aus und ist damit erste Wahl im Kampf gegen Zombies. Und Moira verlässt sich auf ihre Nahkampfwaffe und auf die Taschenlampe. Was nach wenig klingt, ist enorm wichtig im Spiel. Die Gänge und Umgebungen sind sehr dunkel und da hilft eine Taschenlampe ungemein. Zudem kann Moira mit der Taschenlampe Objekte entdecken, die im Dunkeln verborgen geblieben wären. Außerdem können Gegner geblendet werden, was sehr hilfreich für die schwächeren Angriffe von Moira ist, da das Überraschungsmoment so auf ihrer Seite ist.

Episode 1

Moira beleuchtet die dunklen Gänge
Quelle: Capcom

Per Knopfdruck wechselt ihr zwischen beiden Figuren hin und her und tatsächlich erwischte ich mich selbst öfters, wie ich dieses Feature nutzt, als zunächst gedacht. Denn beide Charaktere ergänzen sich gut mit ihren Fähigkeiten, weshalb man auch freiwillig gerne zwischen ihnen wechselt. Falls ihr einen Partner zur Seite habt, kann dieser dann Moira spielen, muss sich aber bewusst sein, dass das Schießen für ihn verwehrt bleibt. Wenn dies aber gerade nicht der Fall ist, ist durchaus auch Verlass auf die gelungene KI, denn selbst wenn ihr Claire Redfield steuert, leuchtet Moira mit ihrer Lampe immer ungefähr in die Richtung, in die ihr gerade guckt. Glücklicherweise müsst ihr sie auch nicht immer beschützen und ständig heilen, weil sie selbstständig in der Lage ist anzugreifen oder auszuweichen und ist damit ein hilfreicher KI Partner.  

Die erste Episode spaltet sich in zwei Kapitel. Den ersten Abschnitt bestreitet ihr mit den beiden genannten Figuren, das zweite Kapitel mit Moira’s Vater Barry Burton und mit dem geheimnisvollen Mädchen Natalia. Diese nehmen spielerisch aber ähnliche Rollen ein wie Claire und Moira. Während Barry mit Waffen ausgestattet ist, kann Natalia lediglich herumliegende Ziegelsteine nutzen, um sich Gegner vom Leib zu halten. Ihre Stärken liegen aber auch in der Unterstützung. Sie kann nämlich Gegner durch Wände hindurch erkennen. Diese sieht sie als schemenhafte Gestalten und ist somit in der Lage, Gefahr schon im Voraus zu erspüren. Geduckt ist sie außerdem kaum für die Monster zu erkennen und bewegt sich zudem völlig lautlos. Auch sie kann im Dunkeln Objekte erkennen. Warum sie allerdings diese ganzen Fähigkeiten besitzt, wird nicht im Spiel erwähnt. Hier liefert Capcom hoffentlich noch nach. 

Episode 1

Natalia „erahnt“ wo sich weitere Feinde befinden
Quelle: Capcom

Damit gelangen wir übergreifend auch zur Geschichte von Revelations 2. Denn nach der eingangs erwähnten Ausgangssituation wird es um das Storytelling sehr ruhig. Gelegentlich hört man die mysteriöse Stimme über das Armband sprechen, aber mehr ist da auch nicht zu erwarten. Lediglich am Ende wartet die Episode mit einem Cliffhanger auf, sodass man schon interessiert ist, wie es weiter geht, aber im Vorfeld wird in der ersten Episode zu wenig Handlung gesponnen. Man ist lediglich in diesem Gefängnis und will da raus. Wo man wirklich ist, wieso, wer noch? All das beantwortet das Spiel nicht, könnte sich alles allerdings noch klären, da drei weitere Episoden schließlich noch ausstehen. Wichtig ist jedoch, dass Capcom diese Fragen im Spiel klärt und es mit mehr Handlung versieht. 

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