The Huntsman: Winter’s Curse – Action-RPG mit Sammelkarten im Test

The Huntsman: Winter’s Curse basiert auf dem Kinofilm Snow White and the Huntsman und erzählt die Geschichte weiter. Was der Titel zu bieten hat, das erfahrt ihr im Test.

Die Jagd beginnt

Die Indie-Entwickler von Desert Owl Games haben das Huntsman-Universum mit ihrem Projekt um eine Geschichte erweitert und daraus ein Action-Rollenspiel mit Elementen aus Sammelkartenspielen gebastelt. The Huntsman: Winter’s Curse folgt der Protagonistin Elisabeth, die sich auf die Suche nach ihren längst verschwundenen Geschwistern macht. Auf ihrer Reise lernt sie weitere Charaktere kennen, die sich ihrer Mission anschließen.

Als besonderes Schmankerl werdet ihr an bekannte Orte der Filmreihe versetzt und könnt euer eigenes Abenteuer gestalten. Die Möglichkeit dazu, bieten euch verschiedene Auswahlmöglichkeiten in Dialogen. Die Hauptgeschichte wird euch via englischer Sprachausgabe präsentiert. Die Dialogsequenzen sind allerdings nur in Textform vorhanden.  Hervorzuheben ist noch das tolle Artwork, welches ein märchenhaftes Ambiente erzeugt und mich an Ubisoft’s Child of Light erinnert hat.

Fressen und gefressen werden

Grundsätzlich könnt ihr der Hauptquest im Spiel folgen. Um allerdings weitere Gebiete ohne Probleme überwinden zu können habt ihr die Möglichkeit verschiedene Nebenquests zu absolvieren und zusätzliche Ausrüstung und Erfahrung zu sammeln. Dadurch erfahrt ihr gleichzeitig auch mehr über die Spielwelt und die Charaktere. Spielerisch liegt der Fokus auf den Kampfsequenzen, die rundenbasiert ablaufen. Auf dem Bildschirm wird euch eine Aktionsleiste angezeigt, die bestimmt welcher Charakter oder welche Kreatur den nächsten Zug hat. Im Anschluss wählt ihr eine Aktionskarte aus, da sich sowohl eure Ausrüstung als auch Fähigkeiten in Form von Kartensets präsentieren.  Pro Charakter stehen euch Slots für eine Waffe, Rüstung und zwei Accessoires zur Verfügung. Hier müsst ihr dann abwägen, welche Kombination für die zu bezwingenden Gegner am besten geeignet ist.

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Pro Zug erhaltet ihr eine neue zufällige Karte aus eurem angelegten Deck. Diese unterscheiden sich deutlich und können einen erheblichen Einfluss auf das Kampfgeschehen haben. So gibt es neben den klassischen Schadenskarten auch Karten die eure Party heilen. Taktischer wird es beim Einsatz von sogenannten Effektkarten. Ob Betäubung, Hast oder Schilde, hier gibt es eine vielfältige Auswahl. Spielt ihr eine Karte mit Betäubung, dann werden eure Gegner auf der Aktionsleiste verlangsamt und ihr könnt mehrere Züge hintereinander spielen. Wirkt ihr Hast auf euren Charakter, ist dieser zudem öfter am Zug während er mit einem Schutzschild ausgestattet weniger Schaden erleidet.

Nach den Kämpfen werdet ihr mit einem Gegenstand und Erfahrungspunkten belohnt. So steigen eure Charaktere Stufen auf und ihr könnt Fähigkeitspunkte verteilen, die euch passive Boni verleihen. Steigert ihr eure Lebenspunkte beispielsweise bis zu einem bestimmten Level, dann werdet ihr im Kampf nach jedem Zug um einige Punkte geheilt. Ebenso ist es möglich, dass ihr euch auf Geschwindigkeit spezialisiert und so stets als Erster den Kampf beginnt. Da euch nur eine begrenzte Anzahl an Punkten zur Verfügung steht, ist auch hier ein taktisches Denken wichtig. Ihr könnt allerdings zu jeder Zeit die Punkte neu verteilen und der entsprechenden Situation anpassen. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass angelegte Ausrüstung auch an euren Charakteren sichtbare Veränderungen hervorruft.

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Fazit

The Huntsman: Winter’s Curse hat bei mir vor allem mit seinem wunderschönen Artwork gepunktet. Das Spiel hat seine Stärken gut umgesetzt, erfindet allerdings nichts neu. Wer Lust auf eine märchenhafte Geschichte hat und Interesse an Spielen wie Child of Light gefunden hat, der macht mit dem Titel nichts verkehrt. Außerdem werden Fans der Filmreihe voll auf ihre Kosten kommen. Insgesamt ein kleiner, aber durchaus feiner Indie-Titel. Vorteil für PC-Spieler: Die erste Episode könnt ihr via Steam kostenlos spielen.

 

Good

  • tolles Design
  • taktisches Kampfsystem
  • abwechslungsreiche Fähigkeiten

Bad

  • Gegner wiederholen sich sehr oft
  • Dialoge leider ohne Sprachausgabe
6.5

Okay

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