Speedlink Medusa Street XE Headset und Estrado Headsetständer im Test

Speedlink hat uns heute gleich zwei neue Produkte aus ihrem Sortiment geschickt. Dabei handelt es sich um das Medusa Street XE Stereo Headset, das auch für unterwegs gut geeignet sein soll, und den Estrado Multifunctional Headset Stand, der für etwas Ordnung auf dem Schreibtisch sorgen soll. Da beides so gut zusammen passt, wird daraus auch ein Test gemacht.

Design und Tragekomfort

Medusa Street XE (1)

Quelle: Speedlink

Dadurch, dass das Medusa Street XE auch für unterwegs geeignet sein soll, wird vor allem Gamern auffallen, dass nur ein In-Line-Mikrofon vorhanden ist. Das ist allerdings auch der einzige Unterschied zum normalen Medusa XE. Das Headset ist in Weiß (wahlweiße Schwarz – hier gehe ich auf die Weiße-Edition ein) und Grau gehalten und besitzt aufgrund der mit Gitter versehenen und nach unten hin dünner werdenden Ohrmuscheln eine sehr dynamische Form. Das Gewicht liegt mit 275 Gramm im unteren Bereich und ist somit angenehm leicht. Die Polster an den groß ausfallenden Ohrmuscheln und am Kopfbügel sind in hellem Grau und insgesamt recht weich -wenn auch etwas dünn, was zur Folge hat, dass Spieler mit abstehenden Ohren von innen gegen die Ohrmuscheln stoßen. Vor allem an den Ohren sind die weichen Polster ein Muss, da sich der Anpressdruck des Headsets im oberen mittleren Bereich befindet. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass es kein klassisches Gamer-Headset ist, sondern, wie der Name schon sagt, auch für die Straße (unterwegs) geeignet sein soll. Damit das Headset auch wirklich gut sitzt, ist es möglich, die Ohrmuscheln anhand von drei Achsen einzustellen. Aus der Standartposition heraus kann man den Bügel noch einige Zentimeter erweitern, wodurch man erstaunlich robust wirkenden Kunststoff zu sehen bekommt. Als angreifbare Stelle, wie sie es bei vielen Headsets ist, würde ich dies also nicht bezeichnen. Die Ohrmuscheln lassen sich dazu noch waagrecht um 90° drehen und sich in waagrechte Position bringen, wodurch man erheblich viel Platz beim Transport einspart. Also grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Headset ideal sich an verschiedene Kopfformen anpasst. Durch den Anpressdruck und die recht kleinen, nicht perforierten  Ohrpolster  kann es allerdings auch mal zu den berühmten warmen Ohren kommen.

Sound

Im Tragekomfort hat das Medusa Street XE also ein recht gutes Gesamtergebnis erzielen können. Um nun die Soundwiedergabe des Headsets herauszufinden, wurde das Headset mit Spielen, verschiedenen Musikgenres und bei reiner Sprache in maximaler Qualität getestet. Natürlich werden immer kräftige Bässe und angenehme Höhen sowie eine klare Sprache erwartet, wobei man sich bei vielen Headsets in der Preisklasse 20 bis 50 Euro leider schon mit einem davon zufrieden geben muss. Ob das beim Medusa Street XE auch so ist, erfahrt ihr jetzt.

Gleich zu Beginn fällt auf, dass die Ohrmuscheln quasi gar nicht von der Außenwelt isolieren und man deswegen fast alles zwar gedämpft, aber trotzdem gut verständlich hört, was um einen herum passiert. Das ist natürlich genau dann ärgerlich, wenn man doch in Ruhe etwas Musik hören will. Im Gegenzug muss man erwähnen, dass Außenstehende ziemlich viel von dem hören, was eigentlich nicht für deren Ohren bestimmt war. Und was hat der Sound nun zu bieten? Im Bezug auf den Hochtonbereich kann ich sagen, dass das Headset hohe Töne wirklich klar und ungedämpft wiedergibt; von Überlappungen oder abgeschnittenem Sound ist nichts zu hören. Was gibt es denn schöneres, als Carmina Burana vom Carl Orff Orchester bei einem Sonnenuntergang zu hören? Naja, einiges – aber wem das gefällt, der kann es mit dem Headset tun. Ähnlich gut sieht es beim Tieftonbereich aus, denn in unserem Bass-Check hat das Headset ziemlich gut abgeschnitten. Natürlich darf man hier keine extrem kräftigen Bässe erwarten, die man aus dem Golf mit Heckspoiler von nebenan kennt, doch können sich diese trotzdem sehen lassen. Dass der mittlere Tonbereich dann auch eine gute Performance bietet, ist nicht verwunderlich: Dieser ist vor allem bei der normalen Kommunikation oder dem Hören von Podcasts etc. wichtig.  Rauschen, Überlagerungen oder Knistern habe ich keines feststellen können; der Ton wird durch das Hoch- und Herunteregeln der Lautstärke auch nicht verzerrt, weshalb ich abschließend sagen kann, dass der Sound wirklich überzeugen konnte.

Mikrofon

Speedlink Medusa Street XE + Estrado

Quelle: Speedlink

Es gibt kaum etwas ärgerlicheres als beim Telefonieren vom Gegenüber nicht mehr gehört zu werden, oder während der heißen Phase in einem Team-Shooter nur noch abgehackte oder verzerrte Worte sowie Rauschen von Mitspielern zu hören. Leider findet man bei Headsets im Preissegment von unter 50 Euro eher selten gute Mikrofone. Das Medusa Street XE hingegen bietet ein wirklich gutes. Obwohl es sich hierbei nur um ein In-Line-Mikrofon handelt, bekommt man eine überraschend gute Aufnahme geliefert. Gerade bei Aufnahmen in Audacity wurde ich überrascht, denn bei kompletter Stille im Raum während der Aufnahme war das Ergebnis auch tatsächliche Stille. Und bei Aufnahmen hört man so gut wird gar kein Hintergrundrauschen und der Ton ist klar. Man muss das Mikrofon nicht einmal näher an den Mund halten und kann es einfach hängen lassen -selbst flüstern wird noch gut aufgenommen, obwohl es dann etwas dumpfer wird. Falls man Podcasts oder ähnliches mit Fokus auf extrem klare Stimme aufnehmen möchte, sollte man eher zu einem hochwertigeren Mikrofon greifen.

Estrado Multifunctional Headset Stand

Nun gehe ich näher auf den Estrado Multifunctional Headset Stand ein. Dieser besteht aus zwei Teilen, einem Tragearm für Headsets aus grauem, rauem Metall und einem Standfuß mit mehreren Anschlüssen in Weiß-Grau. Dieser ist in verschiedenen Tönen mit Ringen als optischen Akzent versehen. Der Tragearm besitzt an der Rückseite eine Plastikschiene mit zwei Haken zum Aufrollen des Headsetskabels und die Auflagefläche für Headsets ist ausreichend groß. Der Standfuß ist hingegen das Technische-Herz des Estrados. Dieser verfügt über vier USB 2.0 Anschlüsse, einen Mikrofon- und einen Kopfhöreranschluss. Einer der USB Anschlüsse ist mit „POWER ON“ beschriftet, allerdings macht es logischerweise keinen Unterschied, welchen USB-Port man für die Verbindung mit dem PC nutzt. Jedoch sind diese Ports äußerst nützlich für all die, die keinen USB-Hub auf dem Tisch haben. Denn wer hat schon noch freie Anschlüsse am PC abgesehen von denen vorne, welche man schließlich nicht dauerhaft belegt haben möchte. Neben diesen Anschlüssen besitzt der Estrado noch einen ON/OFF-Schalter an der Seite des Standfußes und ein USB-A auf USB-A Kabel. Allgemein als wirklich rundum nützlich.

Fazit

ChrisDas Medusa Street XE fällt jedenfalls schon mal durch die Farbe auf. Und als nächstes wohl dadurch, dass die Personen rundherum beinahe alles hören, was über die Lautsprecher auf die Ohren kommt. Aber das ist dafür wirklich gut, denn die Lautsprecher liefern im gesamten Tonspektrum eine gute Leistung -Höhen, Tiefen als auch der Mitteltonbereich wird gut dargestellt. Fügt man nun noch ein überraschen gutes Mikrofon hinzu, welches trotz der In-Line-Platzierung eine gute Sprachübertragung ermöglicht, so erhält man ein ziemlich gutes Headset. Leider muss man allerdings beim Tragekomfort geringe Abstriche machen, die allerdings eher weniger ins Gewicht fallen. Allgemein also ein ziemlich gutes Headset, wenn auch ungewohnt für Gamer. Der Estrado ist außerdem eine wirklich gute Ergänzung zu dem Headset oder generell zu jedem Headset, denn das hält den Schreibtisch sehr effektiv ordentlich und sieht dabei auch noch gut aus. Das liegt nicht nur an dem Kabelmanagement, sondern auch an den verschiedenen Anschlüssen.

Gut

  • Klarer Sound
  • Gutes Mikrofon
  • Weiche Polsterung
  • Estrado: äußerst Nützlich

Bad

  • Zu wenig Ohrmuschelpolsterung
  • Hoher Anpressdruck
  • Nur In-Line-Mikrofon
8.6

Great

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause.Noch Fragen oder Anregungen? - chris.holzheu@gamersplatform.de

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