Earthlock – Festival of Magic: Japano-Rollenspiel im Test

Earthlock – Festival of Magic ist ein via Kickstarter finanzierter Titel, der sich klassische Japano-Rollenspiele, die sich überwiegend durch rundenbasierte Kämpfe definieren, als Vorbild nahm. Ob das Abenteuer eine Reise wert ist, verraten wir euch im Test.

  • Earthlock - Festival of Magic -
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Sogenannte JRPG’s waren in der Ära der PlayStation 2 ein sehr beliebtes Genre. Earthlock – Festival of Magic erinnert an die alten Zeiten und erweckt das rundenbasierte Kampfsystem erneut zum Leben. Die Welt selbst ist nicht sehr groß, hat aber durchaus viel zu bieten. Die Geschichte folgt einer Gruppe verschiedener Abenteurer mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die einer Entführung auf die Schliche kommen wollen und dabei ganz klassisch auf die Bösewichte der Welt treffen.

So besucht ihr verschiedene Städte und Dungeons und erfüllt verschiedene Aufgaben, während ihr eure Hauptmission nie ganz aus den Augen verliert. Auf der Weltkarte bewegt ihr euch von A nach B und begegnet unterschiedlichen Feinden. Allerdings starten die Kämpfe nicht zufällig. Sobald ihr euch einem Gegner nähert, wird dieser auf euch aufmerksam und verfolgt euch. Nun könnt ihr entweder wegrennen um den Kampf zu vermeiden oder aber durch schnelle Reaktion den ersten Zug im rundenbasierten Gefecht und somit einen Vorteil für euch gewinnen.

 

Auch während des Kampfes könnt ihr immer noch die Flucht ergreifen. Solltet ihr beispielsweise nicht die passende Ausrüstung für den entsprechenden Gegnertyp haben, dann stattet ihr lieber dem nächsten Händler einen Besuch ab. Eventuell mangelt es euch auch an Heilmitteln und die Heilfähigkeiten sind nicht ausreichend. Taktisch gesehen sollte man stets gut vorbereitet sein und auch das Aufleveln der Charaktere ist ein wichtiger Punkt. Wenn ihr mit einer Gruppe von drei Personen beispielsweise gegen vier Kreaturen antretet und den Kampf gewinnt, dann winken euch zusätzliche Erfahrungspunkte als Bonus.

Im Kampf selbst hat jeder Charakter seine Rolle. Es gibt den klassischen Kämpfer, der Feinde auf sich aufmerksam machen kann oder aber den Magier, der verschiedene Zauber wirkt. Auch ein Schurke oder Heiler ist mit an Bord. Jeder Charakter kann zudem zwei verschiedene Haltungen annehmen, die sich beim Schurken etwa auf Nahkampf sowie Fernkampf für fliegende Feinde unterscheiden.

Mit genügend Erfahrungspunkten macht ihr euch dann an eure Talente. Hier gibt es verschiedene Statuskarten, die euch verschiedene Boni wie mehr Angriff, Verteidigung oder Trefferchance verleihen. Auf einer Art Brett verteilt ihr diese dann bis ihr zu einer neuen Fähigkeit für den gewählten Charakter landet. Diese wird automatisch verfügbar, sobald ihr eine Karte angrenzend gesetzt habt.

 

Auch Crafting ist ein Teil von Earthlock – Festival of Magic. So könnt ihr unterschiedliche Munition mit Elementarschaden oder auch Talentkarten herstellen. Die Materialien findet ihr in der Spielwelt oder kauft diese beim Händler. Eine weitere Möglichkeit sind Pflanzen, die ihr anbaut und bewässert. Hier könnt ihr dann regelmäßig Materialien einsammeln und daraus beispielsweise Heiltränke basteln.

Ein letztes Feature ist dann noch das Bündnis. Dieses kann zwischen zwei Party-Mitgliedern entstehen und den beiden dann verschiedene Boni verleihen. Die Paare wählt ihr relativ simpel durch die Anordnung der Mitglieder im Menü aus. Im Kampf steigt dann auch ein Meter an, welches bei voller Aufladung eine Spezialattacke ermöglicht.

Fazit

Earthlock – Festival of Magic ist für Fans von JRPG’s ein Muss. Wer hier allerdings eine moderne Variante mit hunderten Stunden Spielzeit sucht, der sollte sich dann doch weiterhin mit Final Fantasy XV beschäftigen. Earthlock kann für knapp 20 Stunden gut unterhalten und lässt den klassischen Flair der PS2-Ära wiederaufleben.

Good

  • bedient sich an den Stärken von JRPG's
  • tolles balanciertes Kampfsystem
  • viele taktische Vorangehensweisen möglich
  • nette Idee des Talentbaums

Bad

  • etwas kurze Spieldauer
  • Charaktere bleiben nicht wirklich in Erinnerung
7.5

Gut

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