Creative SB Inferno Gaming Headset im Test

Der Firmenname Creative sollte den meisten PC-Spielern ein Begriff sein und die meisten werden wohl auch schon einmal ein Creative Headset auf dem Kopf gehabt haben. Der Grund dafür ist wohl, dass die Headsets gerade im Soundbereich meistens sehr überzeugend und auch für den Durchschnitts-Gamer oftmals erschwinglich sind.

Design und Tragekomfort

Creative Inferno (1)

Quelle: Creative

Das Creative Inferno ist ausschließlich in Schwarz und Rot gehalten, während eigentlich nur das Kabel rot ist und sich rote Akzente an den Ohrmuscheln befinden. Der Kunststoff-Kopfbügel ist recht dünn und sieht nicht sonderlich stabil aus. Wenn man es allerdings biegt und dreht, so gibt es keinerlei Quietsch- oder Knirschgeräusche, was auf jeden Fall für die Robustheit spricht. Die Ohrmuscheln und der Kopfbügel sind mit einer dünnen Textilpolsterung versehen. Diese liegt sehr angenehm am Kopf an, hat allerdings auch einen unangenehmen Nebeneffekt: Hautschuppen oder Haare zieht der Stoff beinahe magisch an und so kann es nach einigen Tagen sein, dass es nicht mehr allzu frisch aussieht. Man sollte also ab und zu auch mal die Polster etwas reinigen. Ein weiterer Nebeneffekt der Textilpolsterung ist, dass andere Personen im Raum sehr deutlich hören können, was über die Kopfhörer kommt, beinahe schon so laut, als lasse man sie einfach offen liegen. Ansonsten sind die Ohrmuscheln allerdings sehr angenehm, auch wenn die Größe irgendwo zwischen On-Ear und Over-Ear liegt. Der Druck, den das Creative Inferno auf den Kopf ausübt ist nicht zu stark und daher sitzt es auch gut auf dem Kopf auf. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Ohrmuscheln um 90 Grad nach hinten und ein paar Grad nach vorne drehen lassen. Das Headset wird sich so mit Sicherheit an die Kopfform anpassen.

Das circa 1,80m lange Kabel, endet in einem analogen, vierpoligen 3,5″-Klinkenstecker und dies ermöglicht eine Nutzung des Headsets an der PlayStation 4. Doch dem Headset liegt noch eine Y-Weiche bei, die den Klinkenstecker in eine Klinke für Kopfhörer und eine für das Mikro splittet. Allerdings sind diese 1,80m für einen direkten Anschluss an der Soundkarte an der Rückseite des PCs für viele Spieler mit wohl etwas zu kurz, zumindest wenn es angenehm sitzen soll. Doch zum Glück hat inzwischen quasi jeder Tower auch Front-Anschlüsse. Im Kabel ist zusätzlich eine In-Line-Steuerung, über welche man das Mikrofon ein- und ausschalten, sowie auch die Lautstärke regeln kann. Praktischerweise verfügt diese Steuerung auch noch über einen kleinen Bügel, mit welchem man es an der Kleidung in Griffweite befestigen kann.

Technische Daten

Natürlich gibt es immer wieder ein paar Leser, die nur allzu gerne ein paar Zahlen sehen und daher habe ich hier auch ein paar technische Daten zum Creative Inferno herausgesucht.

  • Audiotreiber: 40-mm-FullSpectrum-Treiber
  • Frequenzumfang des Headsets: 20Hz ~ 20kHz
  • Schnittstelle: 3,5 mm-Stereoeingang
  • Unterstützte Spielekonsolen: PlayStation4 via 3.5mm 4-pol Audiokabel, Xbox One via 3.5mm 4-pol Audiokabel (Mit Xbox One Stereo Headset Adapter)
  • Mikrofontyp: Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Abnehmbares Mikrofon?: Ja
  • Mikrofon – Frequenzumfang: 100Hz ~ 15kHz
  • Mikrofon – Empfindlichkeit: -40±3dBV/Pa

Sound und Mikrofon

Creative Inferno

Quelle: Creative

Die Soundqualität bei einem Headset ist für viele Spieler wohl das wichtigste. Und hier kann ich gleich vorab sagen, dass das Creative Inferno eine gute Performance abliefert. Die 40mm-Treiber im Inneren sorgen jedenfalls für wirklich satte Bässe und auch die Höhen kommen klar heraus. Bei vielen Headsets kommt es da zu einer Überlagerung, wodurch die Höhen ertränkt werden, allerdings ist dies beim Creative Inferno nicht der Fall, was sehr positiv zu Buche schlägt. Allgemein sind die Höhen auch sehr klar und wirken nicht abgehackt, und auch dem Mitteltonbereich ist sauber und klingt natürlich. Egal ob ihr in Shootern von einer Explosion zur anderen rennt, in Rennspielen den V8 dröhnen lasst oder in Rollenspielen den Wind pfeifen hören wollt, beim Creative Inferno ist all dies gut möglich, ohne mit dem Equalizer nachhelfen zu müssen, da der Sound wirklich, wie bereits erwähnt, sehr direkt und natürlich ist. Man kann es also auch ohne Bedenken zum Musik hören nutzen und wenn man möchte, kann man es auch ganz einfach über die 3,5″ Klinke an das Smartphone anschließen. Draußen wird man es wohl eher nicht tragen, aber zu Hause kann man es sicherlich tun, egal welches Musikgenre man mag.

Doch neben einem guten Sound soll das Headset möglichst auch ein gutes und flexibles Mikrofon liefern. Flexibel ist das abnehmbare Mikrofon schon mal. Es sollte in sich für jeden Spieler ganz einfach in eine angenehme Position biegen lassen. Grundsätzlich kann man über die Stimmaufnahme nicht meckern, leider ist ein leises Rauschen ein ständiger Begleiter. Nach vielen Versuchen und verschiedenen Einstellungen, konnte ich das Rauschen jedoch nie vollständig herausfiltern. Man muss allerdings auch sagen, dass es während dem Spielen kaum oder gar nicht auffällt, meine Mitspieler haben sich zumindest nie darüber beschwert. Nutzt man Teamspeak, so kann man die Stimmaktivierung einschalten und wenn man nichts zu sagen hat ist es auch ruhig.

Fazit

ChrisAlso was kann ich jetzt abschließend zu dem Creative Inferno sagen? Es hat wohl kaum Sinn, wenn ich jetzt über den Frequenzgang und co. schreibe, da ein großer Teil der Spieler davon wohl eher wenig Ahnung hat oder den Zusammenhang zu der eigentlichen Leistung nicht kennt, werde ich es jetzt etwas allgemeiner verfassen: Die Soundqualität ist wirklich überzeugend, da es sowohl satte Bässe als auch klare Höhen bietet. Hinzu kommt eine gute Leistung im Bereich der Sprachqualität, auch wenn diese nicht hundert prozentig überzeugt. Negativ fällt lediglich auf, dass das Kabel etwas kurz ist und die Geräusche stark nach außen hörbar sind. Dafür punktet das Headset hingegen wieder im Tragekomfort und der doch robust wirkenden Verarbeitung. Auch wenn das Design des Creative Infernos Geschmackssache ist, kann man hier sagen, dass man die Erfahrung der Creative Labs vor allem im Soundbereich dieses Headsets bemerkt. Für einen Preis von ca. 30 Euro bekommt man von Creative ein rundum gutes Headset, während viele andere Hersteller bei dem Preis deutlich weniger Leistung liefern.

Good

  • Preis-Leistung
  • Sehr guter Sound
  • Angenehm zu tragen

Bad

  • Mikrofon rauscht leicht
  • Kabel etwas kurz
8.4

Toll

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