Spinnenman! Spinneman! Schaut euch dazu die Review an!

Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, schwingt sich nun auf die Playstation 4, was wir davon halten, erfahrt ihr nun hier! 

Alles etwas anders als sonst

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Acht Jahre nach Onkel Bens Tod ist Peter Parker aka Spider-Man immer noch dabei den bösen Buben mächtig eins aufs Maul zu geben. Jedoch hat sich einiges verändert, er hat eine eigene Wohnung, lebt nicht mehr bei seiner Tante und mit M.J. läuft es auch nicht so gut. Zudem arbeitet er auch nicht mehr beim Daily Bugle, stattdessen hilft er Dr. Otto Octavius die Welt zu verbessern. Nachdem Spider-Man Wilson Fisk überwältigt und ins Gefängnis gesteckt hat, ist in der Stadt der Teufel bzw. der Dämon los. Die Mächte der Unterwelt versuchen Fisks Platz einzunehmen, was eine Menge Arbeit für Spider-Man bedeutet. Als wenn das nicht schlimm genug wäre, tauchen nun auch Gegner mit Dämonen Masken und merkwürdigen Kräften auf, aber das sei an dieser Stelle genug von der Story

Eine Welt wie aus dem Film

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Wie in einem Marvel Film, steigt man direkt in die Action ein und schwingt sich von Haus zu Haus, was sehr flüssig abläuft und wirklich super aussieht. Die Welt ist wirklich groß und man fühlt sich direkt wie zu Hause. An Wänden krabbeln, von Haus zu Haus schwingen, von der Decke hängen, alles was von Spider-Man erwartet wird ist möglich. Auch die Charaktere und Dialoge sind gut durchdacht und witzig, zu jedem und allem hat Spider-Man einen Spruch auf Lager, da könnte man glauben, dass es auf Dauer nervig werden könnte, aber nein, je nach Situation gibt es andere Sprüche zu hören, also die Abwechslung ist gegeben. Hier und da gibt es etwas in der Stadt zu entdecken, wie Hell’s Kitchen, dem Wohnort von Daredevil oder auch den Avengers Tower, wer sich auskennt findet überall kleine Dinge. Das Ganze wird beim Schwingen von einem Kino Soundtrack untermalt oder von James Jonah Jameson Stimme, der nun nicht mehr beim Bugle arbeitet, sondern seinen eigenen Radio Sender mit dem Namen Just the Facts leitet, der sich Hauptsächlich um den nervigen Plagegeist aka Spider-Man kümmert. Leider fehlt ein bisschen mehr Input am Boden von New York, großartiges agieren mit Passanten ist nicht drin, auch ein Teil der Sätze und Dialoge der Bevölekrung wurden nicht eingedeutscht, was schade ist. 

Vom Meister gelernt

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Beim Kampfsystem kann man nur sagen, es spielt sich wie eines der Batman Arkham Spiele, generell fühlt das Spiel sich wie ein Batman Spiel an. Das ist aber nichts Schlechtes, im Gegenteil, warum sollte man nicht das System übernehmen, welches am besten geeignet ist. Eigentlich ist das System sogar besser für Spider-Man als für Batman geeignet, da Spider-Man viel agiler und wendiger ist als Batman. Durch die Netze und dem hohen IQ von Peter Parker ist es ihm auch möglich Gadgets und Modifikationen für eine Netze herzustellen. Mit Quadrat und Dreieck können Angriffe ausgeführt werden, bei längerem Halten der Tasten, werden die Gegner in die Luft geschleudert oder entwaffnet, das ist auch davon abhängig welche Skills man freigeschaltet hat. Über die R1-Taste können verschiedene Gadgets aktiviert werden wie die elektrischen Netze oder die Spider-Drohne. Eingesponnene Gegner können an die Wand gespinnt oder herumgeschleudert werden. Da sich die Energie nicht automatisch auffüllt bzw. erst nach einer Mission, gibt es die Fokusleiste, diese füllt sich während des Kampfes mit der man sich heilen oder Finisher ausführen kann.

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Neben normalen Lakaien gibt es auch Gegner mit Schilden, Maschinenpistolen, Elektrostäben oder auch Raketenwerfern, die unterschiedlich ausgeschaltet werden können oder auch müssen. Robustere Gegner muss man erst mit Gadgets oder Netzen betäuben um ihnen zu Schaden, manche Gegner lassen sich auch nur von hinten angreifen, entrissene Waffen oder Raketen können auch auf die Feinde zurückgeschleudert werden, Upgrades der Ausrüstung und freischalten von Skills hilft ungemein beim Ausschalten der Gegner. Beim Desgin der Gegner wurde, wie so oft in Open World Spielen gespart, mehr als drei verschiedene Typen an Gegnern habe ich eigentlich nicht wahrgenommen, die auch meist eher Stumm als gesprächig waren. 

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Voll auf die Fresse ist nur eine Möglichkeit die Gegner auszuschalten und das Gebiet zu clearen. Wenn die Gegner einen noch nicht entdeckt haben, kann man wie ein Ninja die Gegner von hinten ausschalten oder diese mit Gadgets ausknocken ohne, dass die anderen Gegner etwas mitbekommen, so erspart man sich den ganzen Tumult. Besonders die Stolpermine hat dabei sehr geholfen, da diese aktiviert wird, sobald jemand an dem Sensor vorbeiläuft. Zu jeder Quest gibt es Miniaufgaben die erledigt werden können, wie z. B. 3 Gegner an die Wand kleben oder unter 10 Gegner rutschen, durch erledigen dieser Aufgaben bekommt man Verbrechensmarken, mit denen man Gegenstände freischalten kann.  

Jede Menge Aufgaben

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Wo wir gerade bei den Marken sind, sollte man erwähnen, dass überall auf der Map Aufgaben und Nebenquests zu finden sind, die verschiedene Marken und EP als Belohnung einbringen. Basis-, Herausforderungs- und Rucksackmarken sind nur einige der vielen Herausforderungen, die erledigt werden können. Die Jagd von Drohnen oder das lautlose Ausschalten von Gegnern bringen einem Herausforderungsmarken ein, hingegen sind in der ganzen Stadt Rucksäcke an Gebäude befestigt, die einfach durch Suchen gefunden werden können. In jeder Tasche befindet sich ein persönlicher Gegenstand von Peter, der ein Teil seiner Geschichte erzählt und mehr Hintergrundwissen gibt und natürlich gibt es eine Rucksackmarke als Belohnung. Es wird aber nicht nur geprügelt, sondern auch gerätselt, in Dr. Octavius Labor werden einem Stromkreis und  Spektographenrätsel vor die Füße geworfen, die zum Ende hin kniffliger werden und etwas Abwechslung bieten.  

In manchen Story-Passagen spielt man nicht Spider-Man, sondern M.J. oder Miles Morales, mit denen man meist Stealth Missionen abschließt und sich von Deckung zu Deckung bewegt. Beide Charaktere haben jeweils ein Gadget, um sich leichter von A nach B zu bewegen, M.J. besitzt einen Gegenstand um Feinde an, bzw. Wegzulocken und Miles ein Hacking Tool um Drohnen außer Gefecht zu setzen. Durchrennen ist nicht so einfach möglich, sobald man entdeckt wird, muss man die Missionen von vorne starten. 

Eine Spinne mit Stil

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Im Menü stehen einem verschiedene Reiter zur Verfügung, die wichtigsten sind wohl Anzüge, Geräte und Fertigkeiten, hier konfiguriert ihr eure Ausrüstung und Skills. Eine Übersichtskarte, offene Missionen, Gegenstände und Charakter Bio’s lassen sich auch nachlesen, wurden aber von mir selten genutzt, außer um das nächste Ziel auf der Map zu markieren. Besonders gelungen sind die Anzüge, die nicht nur toll anzusehen sind, sondern auch nützliche Features bieten wie, Elektroschläge, vierfach Schaden oder Schutzschilde, jeder Anzug schaltet einen anderen Skill frei. Mit drei Slots für Anzug-Mods, kann der Strampler weiter aufgerüstet werden, und so die Geschwindigkeit, den Schaden oder die Resistenz gegen Schusswaffen oder Schläge erhöhen, je nach Spielstil hat man eine große Auswahl an Möglichkeiten. Die Gadgets lassen sich auch mit den Marken freischalten und verbessern, höhere Kapazität der Geschosse oder längere Wirkungsdauer der Elektrogeschosse sind nur zwei der Möglichen Upgrades. Im Fähigkeiten Baum können nützliche Skills erlernt werden, um die Resistenz zu erhöhen oder das Move-Set zu erweitern, diese neu erlernten Fähigkeiten können in der Move-Liste nachgeschaut werden, genutzt habe ich diese wenig, da es sich eigentlich sehr intuitiv spielen lässt. 

Marvel's Spider-Man

Quelle: Sony Interactive Entertainment

Fazit

Spider-Man ist wohl das Beste Superhelden Spiel, welches bis jetzt auf dem Markt ist, okay die Konkurrenz ist überschaubar, jedoch nimmt Spider-Man die guten Eigenschaften der Batman Arkham Spiele und kombiniert diese mit dem Charme eines Marvel Filmes. Aber auch dieses Spiel hat die typischen Macken eines Open World Games und verschenkt Potenzial, besonders die nicht übersetzten Dialoge grätschen in die Atmosphäre ein und zerstören diese. Wer darüber hinwegschauen kann wird wie ich sehr viel Spaß mit dem Titel haben, welcher definitiv Lust auf mehr macht! 

Videoquelle: YouTube | PlayStation

Good

  • Atmosphäre wie im Kino
  • gute Story
  • klasse Kampfsystem
  • flüssiges Gameplay
  • viele Modifikationen
  • kleine Gimmicks im Spiel versteckt
  • viel zu erkunden

Bad

  • Etwas dumme KI
  • trostloses New York am Boden
  • nicht alle Dialoge übersetzt
9

Erstaunlich

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