Cougar 450M Gaming-Maus im Test

Heute haben wir wieder mal einen Test zu einer neuen Gaming-Maus. Diesmal stand ein Paket von Caseking auf meinem Tisch, das die Cougar 450M enthielt, welche gerade durch die Symmetrie auch für Linkshänder bestens geeignet sein sollte. Hinzu kommen Features wie etwa ein 5.000 DPI-Sensor, 1.000 Hz und Omron-Switches, die in Verbindung mit hoher Ergonomie und schickem Design eine möglichst gutes Gesamtbild abliefern sollen. Ob dies der Maus gelingt oder nicht, erfahrt ihr nun.

Verpackung und Umfang

Geliefert wird die Maus in einem schwarzen Karton mit einer großen Abbildung der Maus auf der Front. Links oben findet sich das Cougar Logo, während man links untern den Namen der Maus sowie ein paar Specs sieht. Bei diesen Specs handelt es sich etwa um die bereits erwähnten 5.000 DPI, einen 32-Bit ARM Prozessor und 512KB On-Board-Speicher. Doch dazu später mehr. Auf der linken Seite des Kartons befinden sich die richtigen Specs mit genauen Angaben auf welche ich ebenfalls später eingehen werde. Die rechte Seite des Kartons besitzt noch ein paar Informationen zu den Omron-Switches, dem Ambidextrous-Design und der Polling Rate. All diese Infos sind auf Englisch, während man auf der Rückseite des Kartons sämtliche Specs und Features noch einmal auf Deutsch mit zwei mehr oder weniger erklärenden Bildern vorfindet. Will man die Maus auspacken, so findet man sie in einem eher unschönen Pappgestell wieder, welches die Maus an Ort und Stelle halten und vor Beschädigungen schützen soll. Doch mal ganz ehrlich: Wer von euch interessiert sich für die Verpackung?

Im Inneren ist neben der Maus selbst noch eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten, naja eigentlich ist das nur ein mehrsprachiges Datenblatt mit zwei Satz Anleitung zum Herunterladen der Software, denn eine Treiber- und Software-Disk sucht man vergeblich. Normalerweise sollte Windows die Maus automatisch erkennen, wenn ihr allerdings die Tasten programmieren wollt, so braucht ihr zwangsweise eine Internetverbindung. Dies sollte wohl kein Problem darstellen, zumal man ohnehin für beinahe jedes Spiel eine Verbindung zum erstmaligen Aktivieren braucht. Außerdem handelt es sich um gerade einmal 12.000KB, was selbst bei schlechteren Verbindungen in wenigen Sekunden erledigt sein sollte. Dafür bekommt man vier Cougar Sticker – das ist doch auch was.

Design, Ergonomie und Tasten

Cougar 450M (2)

Quelle: Cougar

Das Design einer Maus ist für viele sicherlich ein wichtiger Faktor, denn selbst wenn man nicht unbedingt auf Lan-Partys geht, muss die Gaming-Peripherie optisch was hermachen. Die Cougar 450M ist in Schwarz-Grün oder alternativ in Weiß-Grün erhältlich,  während beide Versionen aus einem glänzenden Kunststoff bestehen. Für diesen Test wurde die schwarze Version verwendet. Die vier äußeren Tasten sowie der Boden sind grün. Als Standardfarbe der LED hinter dem Cougar Logo auf dem Mausrücken ist ebenfalls Grün eingestellt, was für ein sehr homogenes Bild sorgt. Das drei-Wege-Scrollrad liegt mehr oder weniger frei in einem ca. 2cm langen Spalt zwischen linker und rechter Maustaste und wird von hinten ebenfalls etwas beleuchtet, wobei ich nicht weiß, ob das beabsichtigt oder einfach nur dem dünnen Kunststoff geschuldet ist. Die 450M ist recht flach, was ihr außerdem einen etwas eleganten Look verpasst.

Als Rechtshänder kann ich in der Regel jede Maus ohne Probleme nutzen, Linkshänder hingegen haben da oft ziemliche Schwierigkeiten. Doch bei dieser Maus bekommt jeder dasselbe geliefert, da die Maus ein „Ambidextrous-Design“ (wie heißt das eigentlich auf Deutsch? Naja, egal.) aufweist. Das heißt, ohne coole Fremdwörter zu benutzen, dass die Maus symmetrisch ist und somit von beiden Händen gleichermaßen genutzt werden kann. Doch leidet durch die Abdeckung beider Parteien die Ergonomie ein wenig. Anstatt eine Form zu liefern, die perfekt für die Hand ist, muss man hier mit einer „normalen“ Form rechnen. Allerdings bekommt man trotzdem noch durch die beidseitige Gummierung einen guten Gripp an der Maus. Die seitlichen beiden Daumentasten sind gut erreichbar, auch wenn dies bedeutet, dass die beiden Tasten auf der anderen Seite nicht so gut erreichbar sind. Hier muss man damit rechnen, dass der Ringfinger für beide Tasten zum Einsatz kommt. Wichtige Funktionen sollte man jedenfalls nicht darauf legen. Neben diesen vier Tasten, den Scrollrad und der linken sowie rechten Maustaste findet man nur noch eine DPI-Taste in der Mitte der Maus. da diese in der Regel sowieso nicht in Spielen zum Einsatz kommt, bleibt es (zumindest bei mir) bei 5 aktiv nutzbaren Tasten von 8 insgesamt. Die Wege der linken und rechten Maustaste sind in Ordnung, die der Seitentasten grundsätzlich auch, wobei hier auf jeden Seiten die hintere bereits recht tief sitzt und somit wirklich bis in das Gehäuse gedrückt werden muss. Allerdings geht das gut, wenn man es mit dem unteren Daumen macht. Das Scrollrad lobe ich allerdings, da dieses einen wirklich sehr kurzen Weg besitzt und schön weich aufkommt (gleiches gilt auch beim nach rechts drücken). Die Lautstärke von diesem ist im Vergleich zu anderen Mäusen in der Preisklasse sehr angenehm leise und eher dumpf. Das einzige komische ist, dass es sich auch ganz leicht nach links drücken lässt, obwohl es das nicht sollte. Die Lautstärke der anderen Tasten ist durchschnittlich und liegt somit im akzeptablen Bereich.

Die Abmessungen der Maus sind wie 67 x 40 x 135 mm (B x H x T) während das Gewicht bei ca. 105 Gramm liegt, also ist sie etwas kleiner als die meisten und vom Gewicht her im guten Bereich. Leider weißt die 450M allerdings kein Weight-Tuning-System auf, was bedeutet, dass man das Gewicht nicht einfach noch weiter verringern kann.

Software

Software fürs Programmieren einer Gaming-Maus ist Pflicht. natürlich hat auch Cougar passende für die 450M parat. Im Gegensatz zu vielen anderen ist diese sehr ansehnlich gestaltet. Auf der Startseite kann man die Leistung der Maus anpassen. So ist es hier möglich, drei DPI-Werte einzustellen, welche man daraufhin über die DPI-Taste an der Maus durchschalten kann. Die DPI-Werte können in X- und Y-Richtung getrennt von 50 bis 5.000 DPI eingestellt werden. Des Weiteren lässt  sich auf dieser Seite die Polling-Rate von 125 bis 1.000 Hz sowie die Bildlaufzeit und Doppelklickgeschwindigkeit einstellen. Und ein Punkt mit den DPI ist auf Portugiesisch(?) -keine Ahnung wieso. Im Punkt Tastenbelegung lassen sich die acht Tasten der Maus frei belegen (wer hätt’s gedacht), entweder man nutzt dafür bereits vorgefertigte Commands wie „Zurück“ oder „Doppelklick“ oder man programmiert seine eigenen Makros. Für die Makros muss man einfach nur auf „Neue Makro Gruppe“ klicken und schon kann man los legen. Eigentlich alles ziemlich selbst erklärend. Der letzte Punkt ist die Lichtkontrolle. Wollt ihr das standardmäßige Grün beispielsweise in eine der anderen 16.8 Millionen Farben wechseln, seid ihr hier richtig. Zudem könnt ihr hier auch die Beleuchtung aus „Aus“, „Voll beleuchtet“ und „Atmet“ stellen, letzteres bedeutet einfach nur, dass die LED pulsiert.

Alles bereits erwähnte lässt sich in 3 Profilen unterschiedlich kombinieren um immer die ideale Einstellung zu haben ohne viel einstellen zu müssen. Leider muss man das Profil immer über die Software auswählen, während man bei vielen anderen Mäusen irgendwo eine kleine taste zur Einstellung der Profile hat, sei es auch zum Teil an der Unterseite der Maus.

Technische Daten

Cougar 450M (4)

Quelle: Cougar

Maße: 67 x 40 x 135 mm (B x H x T)

Gewicht: ca. 105 g

Layout: beidhändige Bedienung (Ambidextrous)

Kabellänge: 1,8 m (ummantelt)

Programmierbare Tasten: 8

Sensor: Pixart PMW3310DH Optical Gaming Sensor

Auflösung: 50 – 5.000 DPI

Polling Rate: max. 1.000Hz / 1ms

On-Board-Speicher: 512KB

Software: Cougar UIX System

Switches: Omron Gaming Switches – mind. 5 Mio Anschläge

LED: 16.8 Mio. Farben

Beschleunigung: max. 30 G

Praxistest

Doch wie sieht das alles denn in der Praxis aus? Zum Start muss ich erst einmal die Software öffnen um mein gewünschtes Profil auszuwählen, denn auch wenn man die Profile direkt mit Spielen verbinden kann, nehme ich die Sache lieber selbst in die Hand, zumal ich auf das ganze Verbinden keine Lust habe. In langsamen Spielen wie The Witcher 3 liegt die Maus recht gut in der Hand und bietet auch genug Funktionen mit den 8 verfügbaren Tasten, von denen ich die auf der linken Seite nicht ein mal nutze, da sie etwas unpraktisch platziert sind. Tja, der Preis für die Symmetrie sage ich mir hier. In hektischeren Spielen wie Call of Duty: Black Ops 3 zeigt sich die Maus zum Teil nicht ganz vorteilhaft. Natürlich sind die 5.000 DPI und die 1.000 Hz Polling Rate völlig ausreichend für so ein Spiel. Dank der beidseitigen Gummierung liegt die 450M trotz Symmetrie überraschend gut in der Hand. Da ich gerne auch mal eine Taste mit dem Doppelklick belege, um so doch etwas schneller zu feuern als der Gegenüber, finde ich es schade, dass es nicht so etwas wie eine kleine Zusatzraste an der Spitze der linken Maustaste gibt, welche perfekt für den Doppelklick geeignet wäre. So muss ich die normale linke Maustaste mit Doppelklick belegen, was mir irgendwie nicht ganz Fair und zum Teil unpraktisch vorkommt. Ansonsten lassen sich aber keine wirklichen Probleme feststellen. Die Omron-Switches sollten auch eine Weile halten (ca. 5 Mio. Anschläge), wodurch man sich um schnelles Abnutzen keine Sorgen machen sollte.

Fazit

ChrisDie Cougar 450M ist grundsätzlich eine gute Gaming-Maus, die aber vor allem im Bereich Ergonomie und Tasten Abzüge bekommt. Dass die Maus auch für Linkshänder gut zu nutzen ist, ist natürlich positiv, zumal der Großteil der Gaming-Mäuse für die rechte Hand ausgelegt ist. Allerdings wirkt sich das nun mal negativ auf die Ergonomie der Maus aus und man kann die Tasten gegenüber derer in Daumennähe nur schwer bedienen. Das heißt für den normalen Spieler also, dass man recht wenige programmierbare Tasten aktiv zur Verfügung hat. Jedoch legt die 450M ansonsten eine gute Performance hin und Werte wie 5.000 DPI sind immer gerne gesehen. Bei Caseking.de wird die Maus derzeit zu einem Preis von 49.90 Euro angeboten und befindet sich somit im mittleren Preissegment. Für Linkshänder, die bereits verzweifelt nach guten Mäusen suchen, oder aber auch als Maus für Gelegenheitsspieler ist die Cougar 450M gut geeignet. Hardcore-Gamer hingegen werden einige ergonomische Features sowie einige Tasten vermissen.

Good

  • 5.000 DPI, 1.000 Hz Polling Rate
  • Beidseitige Gummierung
  • Für Linkshänder geeignet
  • Gute Software

Bad

  • Einspaarungen in der Ergonomie
  • Wenige (gut erreichbare) Zusatztasten
  • Kein Weight-Tuning-System
7.6

Gut

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