Wie Hacker online Geld stehlen

Skandale rund um problematische Hackerangriffe – wir alle kennen sie oder haben schon von ihnen gehört. Immer wieder schaffen es einzelne Hacker oder ganze Hackernetzwerke, sich Zugriff zu privaten Daten und geschützten Netzen zu verschaffen. Und die wohl bedrohlichsten Angriffe gehen online inzwischen auch mit dem Diebstahl von Geld einher.

Doch wie kommen Hacker eigentlich an fremdes Geld heran?
Die Möglichkeiten sind scheinbar endlos. Die Skandale reichen von Passwortdiebstählen und Eingriffen in Fernsteuerungssoftware bis hin zu kompromittierter Software von Großunternehmen und den darin gespeicherten Daten.

Hackerangriffe über den Endnutzer

Die größten Probleme bezüglich der Sicherheit im Internet liegen auch heute noch im Verhalten der Nutzer begraben. Viele Internetnutzer schützen sich selbst nicht ausreichend, sind zu naiv oder zu nachlässig und stellen somit selbst das größte Sicherheitsrisiko des Systems dar. Man kann also selbst etwas für die eigene Sicherheit tun und somit das Risiko, Ziel von Hackerangriffen und damit einhergehenden Gelddiebstählen zu werden, minimieren:

  • Aktuelle Virensoftware verwenden:
    Eine simple Sache, die modernen Virenschutzprogramme. Sie kommen oft bereits vorinstalliert auf dem Gerät mit und sollten immer aktuell gehalten werden. Machen Sie regelmäßig Updates und stellen Sie sicher, dass die Software immer auf dem neuesten Stand ist.
  • Sichere Passwörter wählen:
    Ein weiterer essentieller Punkt sind die Passwörter, die man online verwendet. Sie sollten nicht nur möglichst sicher sein, also keine leicht herzuleitenden Informationen wie Geburtsdaten, Namen oder ähnliches enthalten, sondern auch regelmäßig gewechselt werden. Vermeiden Sie außerdem die Nutzung ein und desselben Passworts auf mehreren Webseiten.
  • Passwörter und sensible Informationen geheim halten:
    Geben Sie Ihre Passwörter nie an Dritte weiter, vor allem nicht per E-Mail oder Nachrichtensysteme. Seien Sie auch bei erhaltenen E-Mails vorsichtig! Auch wenn diese offiziell aussehen, können sie von Hackern stammen, die damit einen Phishing Versuch unternehmen.
  • Seriosität und Sicherheit genutzter Webseiten überprüfen:
    Im Internet sollte man nur auf sicheren und seriösen Plattformen Geldgeschäfte und Überweisungen tätigen. Egal, ob es dabei um Online Einkäufe oder um Freizeitvergnügen geht. Achten Sie darauf, dass Sie nur in seriösen Online Shops einkaufen, in seriösen Casinos spielen und generell nur dort online bezahlen, wo eine sicher verschlüsselte Datenübertragung genutzt wird.
  • Online Banking nur auf sicheren Geräten nutzen:
    Nutzen Sie Ihr Online Banking und die Möglichkeit, online zu bezahlen, am besten nur auf Ihren eigenen Geräten und vermeiden Sie frei zugängliche Geräte und Netzwerke sowie ungesicherte WLAN Verbindungen.

Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, um selbst etwas für die Sicherheit und den Schutz vor Hackern zu tun. Auch wenn es natürlich keinen vollständigen Schutz geben kann: Je mehr man sich selbst um die Sicherheit im Internet kümmert, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Hackerangriffs zu werden.

Geld stehlen über Online Banking

Neben den bereits angesprochenen Vorgehensweisen (Phishing Mails, unsichere Passwörter oder nicht verschlüsselte Datenübertragungen) geschehen die häufigsten Gelddiebstähle durch Hacker beim Online Banking. Mit TAN Verfahren wird daher versucht, die Kundenkonten so gut wie möglich zu schützen. Dennoch gab es in der vergangenen Zeit einige Sicherheitslücken bei den TAN Verfahren. Bedeutet das, dass Sie sich vom Online Banking fernhalten sollten und dass trotz TAN Verfahren eine Gefahr bei Geldgeschäften im Internet besteht?

Nicht unbedingt. Immer wieder werden die Sicherheitsvorkehrungen verbessert und der Fokus auf die Sicherheit der Kunden verstärkt. Vor kurzem ist außerdem eine neue EU-Richtlinie (überarbeitete PSD2 Richtlinie) in Kraft getreten. Sie sorgt für noch mehr Schutz beim Online Banking und verlangt bei der Anmeldung neben dem Passwort zusätzlich ein biometrisches Element und den Besitz eines registrierten Geräts. Auch bei der Überweisung muss künftig ein Zusatzschritt zur Sicherheit durchgeführt werden und eine Passworteingabe erfolgen.

Hacker werden wohl auch in Zukunft weiterhin versuchen, sich unerlaubt Zutritt zu fremden Systemen zu verschaffen und online Geld zu stehlen. Mit etwas Vorsicht und dank der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen kann man sich inzwischen allerdings vergleichsweise gut vor solchen Diebstählen schützen.

Quelle Beitragsbild: Thinkstock by Getty-Images

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