Lollipop Chainsaw: Die wilde Zombiejagd im Test

Eine Kettensäge und Zombies – Immer wieder eine gern gesehene Kombination. Wenn man dazu noch ein leichtbekleidetes Cheerleader-Mädchen und eine gewisse Portion Humor mit hinzufügt, klingt das ganze doch eigentlich wie ein Erfolgsrezept, oder? Nun, dies müssten sich zumindest die Entwickler von Grasshopper Manufacture gedacht haben. Ob ihnen das gelungen ist erfahrt ihr in unserem Test.

Kein technischer Leckerbissen

Auch wenn der Comic-Look dem Spiel einen gewissen Flair bietet und durch allerhand Glitzer aufgewertet wird – Stellenweise glänzt die Optik von Lollipop Chainsaw recht wenig. Immer wieder findet man verwaschene Texturen und die Areale strotzen auch häufig vor Detailarmut. Diese fallen mal mehr, mal weniger auf. Verwendet wird zwar die Unreal 3 Engine, ausgenutzt wird diese jedoch auf keinen Fall. Umso besser ist dafür der Sound des Spiels. Die Tracklist bietet zahlreiche Bands, wie Skrillex, Buckner & Garcia und natürlich auch The Chordettes mit „Lollipop“. Aber auch eigene Musikstücke besitzt das Spiel zur Genüge. Dafür zeichnen sich  Little Jimmy Urine und Akira Yamaoka verantwortlich. Letzterer hat unter Anderem bei den Silent Hill-Teilen seine Werke hinzuproduziert. Die Sprachausgabe des Spiels ist nur auf Englisch verfügbar, bietet dafür aber deutsche Untertitel. Die Synchronsprecher machen allesamt einen guten Eindruck und passen gut auf die gewählten Charaktere.

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Pro & Contra

Pro
Trashiger Glitzer- und Comiclook
Humurvolle Konversationen
Abwechslungsreiche Areale
Gelungener Soundtrack
Gut inszenierte Story…
Contra
… die aber viel zu schnell vorbei ist
Häufige Matschtexturen
Wenig spielerischer Anspruch in Bosskämpfen

 

Gesamtwertung:

Fazit

Lollipop Chainsaw ist definitiv Geschmackssache. Statt Blutfontänen regnet es hier Herzen und Sterne. Die humorvollen Kommentare der Protagonisten und ihres Begleiters konnten mir immer wieder ein Lächeln entlocken und haben uns die gesamte Spielzeit gut unterhalten. Leider ist diese umso kürzer –  Nach ungefähr sechs Stunden sieht man dann bereits die Credits  über den Bildschirm flimmern. Auch störend sind die stellenweise sehr verwaschenen Texturen. Die Inszenierung der jeweiligen Areale und den Bossgegnern ist dafür umso besser. Wer auf Zombiegemetzel mit einer gehörigen Prise Trash steht, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten.

Ich, als Japanophiler, konnte natürlich nicht „Nein“ zu Lollipop Chainsaw sagen. Es hat sich aber definitiv gelohnt! Attraktives Mädchen, Zombies und japanisierte Gore-Szenen. Allein der Humor reißt schon einiges raus, sofern man diese Art von Humor zu schätzen weiß. Realistisch betrachtet bietet Lollipop Chainsaw für Leute, die nicht auf trashiges Japano-Hack n‘ Slay stehen, leider doch recht wenig: Eine Grafikbombe kann man nicht erwarten, die Story ist zwar gut verpackt aber doch zu kurz und Gameplay-technisch wird einem nichts Revolutionäres angeboten. Für alle, die sich davon nicht abschrecken lassen, kann ich bloß folgendes sagen: Greift zu!

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