To The Moon: Zu schön um wahr zu sein – Das Independent Adventure-RPG bei uns im Test

To The Moon ist ein Independent Adventure-RPG, in dem zwei Doktoren durch die Erinnerungen eines sterbenden Mannes reisen, um ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Die erste kommerzielle Produktion von Kan Gao und seinem Entwicklerteam Freebird Games ist eine regelrechte Indie-Perle. Basierend auf dem RPG-Maker wird hier eine unglaubliche Atmosphäre erzeugt, unterlegt mit einem wunderschönen Soundtrack und einer Story die ans Herz geht.

Story

Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts haben einen merkwürdigen Beruf, sie erfüllen todkranken Menschen ihren letzten Wunsch, allerdings auf eine ganz besondere Art und Weise. Durch eine moderne Technologie gelingt es den Ärzten künstliche Erinnerungen zu erschaffen. Die Patienten können dadurch mit Erinnerungen an Ereignisse aufwachen, die sich nie wirklich zugetragen haben. Allerdings sind diese nicht mehr entfernbar und der Konflikt mit den echten Erinnerungen kann schwere Schäden hervorbringen. Deshalb wird diese Methode nur bei Menschen durchgeführt, die im Sterben liegen. „To The Moon“ erzählt die einzigartige Geschichte von John, dessen letzter Wunsch es ist, zum Mond zu fliegen.

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Gameplay

Was für ein tolles Spiel, hier passt einfach alles zusammen. Wahlweise mit eurer Maus oder über die Tastatur bewegt ihr das Ärzteteam über den Bildschirm. Um mehr Informationen über die Geschichte des alten Mannes zu erfahren, erkundet ihr sämtliche Zimmer im Haus und die nahe Umgebung auf der Suche nach Hinweisen.  Wie oben schon kurz angedeutet, dringt ihr in frühere Erinnerungen eures Patienten ein, das funktioniert mit sogenannten Mementos, wofür jeweils 5 Hinweise benötigt werden. Ihr durchquert also schrittweise die Vergangenheit von Johnny bis zu seinen frühesten Kindheitserinnerungen, denn erst hier, kann sein Wunsch übertragen werden. Auf eurer Reise macht ihr stets neue Entdeckungen, was den Spielfluss unheimlich fördert, denn man will ständig wissen, wie es nun weitergeht. Warum will Johnny zum Mond? Was ist in seiner Vergangenheit noch alles passiert?

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 Grafik & Sound

„To The Moon“ basiert auf der RPG-Maker Engine, die Umgebung ist schön gestaltet und die Charaktere sind sehr liebevoll designt. Mit dem wunderschönen Soundtrack schafft das Spiel es, eine traumhafte Atmosphäre zu erzeugen. Besonders sticht hier der Song „Everything’s Alright“ von Laura Shigihara hervor. Als kurzen Einblick hier einmal ein Trailer zum Spiel.

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Erhältlich ist „To The Moon“ über die offizielle Seite von Freebird Games, hier könnt ihr euch auch vorab eine kostenlose Demo herunterladen. Vermutlich wird in naher Zukunft auch eine Steamversion erscheinen. Die Vollversion beinhaltet außerdem deutsche Texte.

Pro & Contra

Pro
emotionale Story
bezaubernder Soundtrack
netter Grafikstil
liebevoll designte Charaktere
10 Punkte

Wir vergeben 10 Indie-Hearts.

MarkusMein Fazit: Hut ab, Herr Gao. Was das Team von Freebird Games hier abgeliefert hat ist ein Spiel, das keine Wünsche mehr offen lässt. Hier stimmt einfach alles, Story, Musik und Design gehen nahtlos ineinander über.“To The Moon“ bringt die erzeugte Atmosphäre direkt zu euch vor den Bildschirm. Wer nur ein wenig für die alten Super Nintendo Klassiker über hat und sich mit dem Grafkstil anfreunden kann, den erwartet eine spektakuläre Reise mit dem Mond als Endstation. Ganz großes Kino mit viel Liebe zum Detail. Deshalb gibt es alle 10 Indie-Hearts!

 
Eure Fragen, Anregungen und Meinungen bitte in die Kommentare.

Markus Janßen, Autor und Leiter -Indie Games-

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