Pixelmacher: Gamersplatform im Interview mit Valentina Hirsch

Die „Pixelmacher“, welche vom ZDF.kultur-Kanal bekannt sind, sollten einigen Spielern unter euch ein Begriff sein. Die Doku-Sendung gibt tiefe Einblicke in die Spielerwelt und alles was damit zu tun hat. Wir haben uns für euch schlau gemacht und bei der Journalistin Valentina Hirsch nachgefragt wie es denn hinter den Kulissen des Magazins aussieht.

Valentina Hirsch, welche 10 Jahre als Redakteurin für das Technik-Magazin „neues“ tätig war und nun seit einem Jahr für Pixelmacher arbeitet, stand uns im Interview Rede und Antwort. Dabei wurden zum Beispiel geklärt, wie die Sendung in in ihren Kinderschuhen aussah, wie der tägliche Arbeitstag von Statten geht und was ihre persönliche Meinung zu der zukünftigen Spiele-Industrie ist.

Pixelmacher 01

  • [Gamersplatform]: Was war im Anfangsstadium die Idee hinter Pixelmacher?

[Valentina Hirsch]: Als wir hörten, dass aus dem ZDF Theaterkanal ein (Pop-)Kulturkanal werden sollte, dachten wir spontan, perfekt. Videospiele sind im Kulturbereich klar unterrepräsentiert und so haben wir relativ spontan ein kurzes Konzept eingereicht. Wir haben für das Technik-Magazin „neues“ in 3sat immer auch über Spiele berichtet. Aber wir hatten mehr Material, Themen, und Interviewpartner, als wir in einem 3 bis 4 Minuten-Beitrag unterbringen konnte. Zunächst dachten wir an ein 10 bis 15 Minuten-Format, indem wir ein Thema aus dem Bereich Videospielkultur vertiefen. Interviews, Hintergründe, Beispiele. Das war die ursprüngliche Idee.Die Programm-Gestalter von ZDFkultur haben uns sehr schnell die Rückmeldung gegeben: Ja, macht mal. Baut euer Konzept aus. Da geht noch mehr.

  • [Gamersplatform]: Sind Sie mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden?

[Valentina Hirsch]: Das erste Konzept war noch sehr roh. Das wuchs und wuchs und in als es dann endlich losging, haben wir schnell gemerkt: Wir müssen das einfach erproben. Glücklicherweise hat man uns das von Anfang an zugestanden und wir haben davon profitiert, dass wir experimentieren durften. Wir haben unser Konzept und unsere Ideen immer wieder angepasst und auch auf Zuschauer-Feedback reagiert. Pixelmacher ist ein Magazin für Videospielkultur in allen Ausprägungen. Videospiel-Interessierte sind ein anspruchsvolles und sehr gut informiertes Publikum. Die muss man erst mal überzeugen. Wir versuchen, immer eine klare Haltung einzunehmen, egal worum es geht. Das honorieren die Zuschauer. Wir lieben Videospiele in all ihrer Unterschiedlichkeit. Sei es Trash-Kultur aus Japan, Monster-Metzeleien, oder handgemachte Pixel-Art.

Für Videospiel-Formate gibt es kaum erprobte Blaupausen. Abgesehen von unserer Erfahrung als Magazin-Macher und Autoren von TV-Beiträgen mussten wir uns einfach trauen, ein bisschen Blindflug zu machen. Konzepte sind schön und gut, aber wenn man dann losfliegt, braucht es doch ein paar Landeanflüge, wo es holpert, bevor man sicher spürt, wie man richtig landet. Wir bekamen für die ersten Ausgaben viel Kritik, aber auch Lob, das wir uns ausprobieren. Es kam auch sehr konkretes Feedback: „Nutzt doch bestimmte Moderationsorte mal ganz anders, liefert uns Geheimtipps, statt nur Blockbuster, beleuchtet Hintergründe“. Wir haben intensiv gearbeitet, diskutiert und weiter ausprobiert. Wir sind ziemlich glücklich, dass wir darauf auch entsprechendes Feedback bekommen und die Leute klar sagen: Ihr habt wirklich etwas geschafft und euch weiterentwickelt.

 

Wie der tägliche Arbeitstrott bei den Pixelmachern aussieht, das erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

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