Mechanische Tastatur von Sharkoon – die PureWriter RGB im Test

Heute haben wir mal wieder einen neuen Tastatur-Test für euch parat. Dieses Mal handelt es sich um die PureWriter RGB von Sharkoon mit Kaihl Low-Profile-Schaltern in Rot (auf die Unterschiede zu den blauen komme ich noch zu sprechen). Die Tastatur gibt es entweder mit Nummernblock oder auch ohne, welche dann den Namen PureWriter TKL RGB trägt. In diesem Review zeigen wir euch, dass die Tastatur allerdings nicht nur fürs Schreiben geeignet ist.

PureWriter_RGB_GER_topview(2)

Quelle: Sharkoon

Von Schlicht und Schick bis zur vollen RGB Funktionalität. Dieser Tastatur kann ich in Sachen Design eigentlich kaum etwas Schlechtes nachsagen. Ich selbst bin kein besonders großer Fan von gigantischen Tastaturen mit viel unnötigem Plastikschnikschnak drum herum, ich mag es simpel, stilvoll und natürlich vor allem funktional. Im nicht beleuchteten Modus ist die PureWriter eine recht schlicht wirkende schwarze Tastatur mit schöner Aluminium-Oberfläche und relativ flachen Tasten. Wenn man allerdings einen Blick in die Bedienungsanleitung wirft und sich die möglichen Beleuchtungsmodi anschaut, so findet man hier wohl so ziemlich alles was man braucht – egal ob man einfach nur ein paar Tasten beleuchten will oder alle möglichen Farben in verschiedensten Konstellationen sehen möchte. Es gibt dabei 8 voreingestellte Beleuchtungseffekte und die Optionen „Pulsierend“ sowie „Permanent“, welche man ganz einfach über Tastenkombinationen aufrufen kann, sowie 4 komplett konfigurierbare Beleuchtungsprofile, in denen man jeder Taste eine Farbe zuweisen kann. Weiterhin lässt sich die Intensität, Frequenz und Rot-/ Grün-/ Blauanteil individuell einstellen. Da kann man sich jedenfalls mehr als genug austoben, wenn man etwas nicht ganz so schlichtes möchte. Die Abmessungen der Tastatur belaufen sich auf 436mm Länge und 127mm Breite (hier nochmal der Hinweis, dass ich die Tastatur mit Nummernblock vor mir liegen habe). Die PureWriter verfügt über 4 Multimedia-Tasten (Lautstärke +/-, Stumm, E-Mail) und 8 weitere Funktionstasten mit vorinstallierten Multimedia-Aktionen (Fn + F5 bis F12).

PureWriter_RGB_package

Quelle: Sharkoon

Sharkoon bringt beide Versionen der PureWriter mit zwei verschiedenen Arten von mechanischen Kaihl-Switches auf den Markt – rote und blaue. Während die reinen Farbangaben wohl nicht all zu vielsagend sind, ist die Beschreibung umso interessanter. Bei den roten Schaltern handelt es sich um lineare Schaltercharakteristik mit nicht spürbarem Klick- und Umschaltpunkten, während die blauen Schalter eben diese spürbaren Punkte, sowie ein akustisches Feedback haben. Und was bedeutet das jetzt? Generell sagt man, dass man mit spürbaren Schaltpunkten schneller schreiben kann und die nicht spürbaren für Gamer eher interessant sind. Leider kann ich zu den blauen Schaltern nichts weiter sagen, da in der mir vorliegenden Tastatur die roten verbaut sind. Zu den roten Schaltern sage ich allerdings: Versprechen gehalten. In Kombination mit den flachen Keycaps von nur 6,2mm Höhe und dem geringen Weg zum Schaltpunkt von 1,5mm lassen sich Aktionen sehr schnell direkt ins Spiel übertragen, dank Polling-Rate von 1000Hz sind dem dann auch technisch keine Grenzen gesetzt. Die PureWriter bietet zudem N-Key-Rollover und Anti-Ghosting-Keys, was sowohl für schnelle Schreiber als auch für Gamer wichtige Features sind.

PureWriter_RGB_GER_angled

Quelle: Sharkoon

Ein Nachteil den ich bei mechanischen Tastaturen immer wieder bemerke ist, dass diese (verständlicherweise) lauter sind als herkömmliche Rubber-Dome Tastaturen. Allerdings war ich bei der PureWriter tatsächlich überrascht, da sich der Geräuschpegel wirklich in Grenzen hält. Gerade, wenn man dann die typischen Vorteile einer mechanischen Tastatur betrachtet (langlebige Tasten, Robustheit, …) und merkt, dass die PureWriter die üblichen Nachteile recht gut in Grenzen hält wird man wohl doch etwas überrascht.

Preislich ist die PureWriter von Sharkoon in einem angenehmen Bereich von rund 70 Euro angesiedelt. Gerade in Anbetracht dessen, dass es sich um eine mechanische Tastatur mit Aluminium-Oberfläche handelt, gibt es an diesem Preis nicht viel auszusetzen. Die TKL-Version schlägt sogar mit nur 50 Euro zu Buche. Die PureWriter wird nicht mit einem festen Kabel geliefert, sondern mit zwei abnehmbaren, goldbeschichteten USB-Kabeln. Das eine mit 150cm Länge, und das andere mit nur 50cm Länge, welches speziell für die Nutzung am Laptop mitgeliefert wurde (oder falls die Länge reicht und man auf weiteren Kabelsalat hinter dem Tisch verzichten will). Austauschbare Kabel bedeuten dann auch, dass man mittels OTG-Adapter die Tastatur mit Android-Geräten nutzen kann.

Hier noch einmal ein paar Informationen zur Pure-Writer im Überblick:

PureWriter_RGB_key

Quelle: Sharkoon

Typ: Low-Profile-Tastatur

Schaltertechnologie: Mechanisch (Kailh-Switches)

Beleuchtung: RGB, 16,8 Millionen Farben

Abmessungen (L x B x H): 436 x 127 x 35 mm

Gewicht: 642 Gramm

Bestätigungskraft: 55g

Weg zum Schaltpunkt: 1,5mm

Keycaphöhe: 6,2mm

Lebensdauer der Tasten: mindestens 50 Millionen Anschläge

Unterstützte Betriebssysteme: Windows 7/8/10, Android (OTG-Kabel nötig)

Fazit

Wertungen von Peripheriegeräten müssen immer im Kontext der Preisklasse getroffen werden, und in Anbetracht dessen konnte mich die PureWriter eigentlich auf ganzer Linie überzeugen. Sowohl für Gamer als auch für Vielschreiber sollte die Tastatur genug Funktionalität bieten, und wer es bunt mag, der wird die Funktionalität bezüglich der Beleuchtung besonders gut finden. Optisch macht die Tastatur meiner Meinung nach einiges her, auch wenn es mich etwas stört, dass die „Num“ Taste bei aktiviertem Nummernblock immer leuchtet, auch wenn alle andere Beleuchtung ausgeschaltet ist. Gut finde ich auch die abnehmbaren Kabel, sowie die Android-Kompatibilität, was bei dem ein oder anderen Tabletnutzer ggf. mal zum Einsatz kommen kann. Schade ist allerdings, dass dank fehlender extra Software keine Belegung von Makros möglich ist. Insgesamt bin ich der Meinung, dass 70 Euro ein angemessener Preis für die mechanische PureWriter ist und sie auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Good

  • Keine extra Software nötig…
  • Mechanisch -> hohe Lebensdauer
  • Recht geringer Geräuschpegel
  • Viele Beleuchtungseinstellungen

Bad

  • … dafür auch keine Makros.
  • leuchtende Nummernblock-Taste
9.7

Erstaunlich

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause. Noch Fragen oder Anregungen? - chris.holzheu@gamersplatform.de

Lost Password