Hue: Innovativer Puzzle-Plattformer im Test

Der Puzzle-Plattformer Hue versetzt euch in eine triste graue Welt, die ihr mit Farben wieder lebhaft wirken lasst. Warum ihr euch diesen Titel unbedingt näher ansehen solltet, das verraten wir im Test.

Hue, wie was?

Hue ist ein Puzzle-Plattformer vom Indie-Entwickler Fiddlesticks. Zusammen mit dem Publisher Curve Digital ist der Titel auf multiplen Plattformen erschienen. Wir schlüpfen in die Rolle vom titelgebenden Hue und begeben uns auf eine Reise, bei der wir das Verschwinden unserer Mutter erkunden. Dabei müssen wir verschiedenste Rätsel lösen und dabei die Spielwelt mit unseren Fähigkeiten manipulieren. Natürlich stoßen wir auch auf allerlei mysteriöse Charaktere und lernen die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln kennen.

Plattformer a la innovativ!

Im Spiel angekommen starten wir mit einer niedrigen Wahrnehmung unserer Umgebung. Alles wirkt farblos und düster. Nach und nach gelangen wir aber an Farbmuster, mit denen wir dann neue Objekte in der Spielwelt aufdecken können. Beispielsweise erreichen wir einen Punkt, an dem wir nicht weiterkommen, da es uns an Sprungkraft fehlt. Wechseln wir nun den Hintergrund der Spielwelt auf die Farbe blau, dann sehen wir plötzlich eine Kiste in der Nähe. Diese schieben wir zum besagten Punkt und erreichen damit den nächsten Teil des Levels. Dies ist allerdings nur ein einfachstes Beispiel, von dem was uns in Hue erwartet. Sobald wir den Zugriff auf fünf verschiedene Farbmuster haben, geht die Knobelei erst richtig los.  Wir müssen zwischen diesen hin und her wechseln was das Zeug hält, um die richtige Lösung für das Rätsel herauszufinden.

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Der Clou ist zudem, dass bei bestimmten Farben andere Farben nicht mehr sichtbar sind. Besitzen wir einen blauen Hintergrund und sehen ein rotes sowie grünes Objekt, ist dieses grüne Objekt bei einem grünen Hintergrund nicht mehr sichtbar. So müssen wir es also bereits vorher an die gewünschte Stelle platzieren und im richtigen Moment wieder die Farbe wechseln, um alle Objekte erfolgreich zu nutzen. Vor allem in Sprungpassagen kann ein kleinster Fehler eine Bestrafung sein und ihr müsst den Abschnitt nochmals neu angehen und Objekte neu platzieren.  Dies mag etwas kompliziert klingen, aber wenn man erst einmal in der Spielwelt angekommen ist und die Steuerung flüssig von der Hand geht, wird für eine Menge Spielspaß gesorgt. Von Frustration keine Spur. Dies liegt vor allem an der präzisen Steuerung und den Gedanken, dass man sich den Fehler  selbst zugesteht.

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Hue ist im Komplettpaket super gelungen. Die minimalistische Grafik harmoniert perfekt mit dem atmosphärischen Soundtrack und der emotionalen Geschichte, die nebenbei erzählt wird. Auch professionelle englische Sprachausgabe ist vorhanden.

Fazit

Hue ist für mich wahrlich eine Überraschung. Ich hatte erstaunlich viel Spaß mit dem Titel und die Kombinationen aus Freude sowie Traurigkeit wurde hier perfekt zusammengeschmolzen. Ein Indie-Titel der definitiv auf keiner Liste in diesem Jahr fehlen sollte. Zuschlagen!

 

Good

  • perfekt eingefahrene Atmosphäre
  • tolle, teils auch sehr knifflige Rätsel
  • gute Sprecher und passender Soundtrack

Bad

  • etwas kurze Spieldauer
9

Erstaunlich

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