Über Bethesdas Creation Club

Creation Club logo

Quelle: Bethesda

Erinnert ihr euch an das Fiasko mit den Bezahl-Mods, und das Bethesda damals den Fehler eingesehen hat? Vor einiger Zeit erschien der Creation Club, eine Plattform auf welcher man für meist „von der Community erstellte Inhalte“ nun Geld bezahlen kann. Der Vorteil: sie werden von Bethesda auf Kompatibilität und co. überprüft. Der Nachteil: es sind ja doch Bezahl-Mods, und zwar zumeist sehr teure.

Ich gehörte nicht zu der Gruppe von Spielern, die den Creaton Club von vornherein verteufelt haben, ich habe ihm eine Chance gegeben, da auch Bethesda selbst Inhalte erstellen sollte und ich schnell an Mini-DLCs dachte. Nachdem dieser bei Fallout 4 nun eine Zeit aktiv ist und auch bei Elder Scrolls V: Skyrim gestartet ist, hatte ich genug Zeit um mir eine Meinung zu bilden. Ich kann nur sagen, die anfängliche Kritik war zwar nicht in vollem Maße gerechtfertigt, aber in einem sehr großen Maße. Ohne Frage: die Mods haben eine hohe Qualität und sind eben auch mit dem Spiel kompatibel, aber mal ehrlich, ein Blick auf Nexusmods hätte das Selbe getan und nichts gekostet. Als jemand, der gerne und viel Mods nutzt, bin ich recht unbeeindruckt von dem, was ich da sehe. Ich bin Microtransactions in der Regel ziemlich abgeneigt, und dem Prinzip für Mods zu zahlen ebenso – also was bietet der Creation Club für mich, abseits der überprüften Kompatibilität? Der Aussage, so könne man die Mod-Autoren finanziell unterstützen werfe ich entgegen, dass Spenden bei bekannteren Mod-Autoren meist sowieso möglich sind.

Ich habe mich inzwischen sehr ausführlich mit dem Creation Club auseinandergesetzt und mir einige der dort angebotenen Mods angesehen und frage mich mehr und mehr, was dieser mir als Spieler zu bieten hat. Viele der dort angebotenen Mods existieren bereits in ähnlicher Ausführung auf Seiten wie Nexusmods, bei manchen im Creation Club auftauchenden Mods frage ich mich fast schon, ob sich da einer Vorlage bedient wurde. Gerade wenn ich dann noch umgerechnet rund drei Euro für ein neues Outfit zahlen soll, während ich tausende kostenlose Outfit-Mods bekomme, die zwar bei weitem nicht alle gut sind, aber ein paar hundert wirklich gute findet man ohne viel suchen zu müssen.

Alles in allem: ich bin enttäuscht. Vielleicht war die Idee sogar gut, aber die Umsetzung ist es nun wirklich nicht.

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause.

Noch Fragen oder Anregungen? – chris.holzheu@gamersplatform.de

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