Startguthaben im Onlinecasino: Geschenk oder Mogelpackung?

Onlinecasinos ermöglichen potenziellen Spielerinnen und Spielern mit einem Startguthaben einen besonders niedrigschwelligen Einstieg in die faszinierende Casinowelt. Natürlich bieten sie potenziellen Kunden solche Boni nicht ohne Hintergedanken an. Gibt es also einen Haken an Startguthaben? Eigentlich … nicht. Allerdings existieren oft einzuhaltende Bedingungen, wenn man mit Startguthaben in einem Onlinecasino spielt. Und die sollte man sich als Spieler durchaus einmal ansehen, um die Attraktivität des Startguthabens wirklich beurteilen zu können.

Startguthaben sind häufige Boni. Aber nicht die einzigen.

Ein deutscher Glücksspielmarkt mit einem kräftigen Wachstum ist für Anbieter attraktiv und viele Anbieter möchten ihren Teil von solch einem Kuchen abhaben. Dass der deutsche Glücksspielmarkt wächst, ist ein Fakt. Laut der Studie „German Gambling Market Monitor 2018“ stieg der Bruttospielertrag auf diesem Markt allein zwischen 2015 und 2017 um 4,2 Prozent und über eine Milliarde auf 13,49 Milliarden Euro.

Boni für Neukunden sind vor allem eine Maßnahme, sich durch einen Zugewinn an Kunden einen möglichst lukrativen Anteil am Markt zu sichern. Zu diesen Boni gehört das Startguthaben. Er ist im Allgemeinen erst einmal nur an die Bedingung geknüpft, dass man sich als Spielerin oder Spieler auf der jeweiligen Plattform anmeldet. Das unterscheidet die Sache beispielsweise von einem Willkommensbonus.

Bei einem Willkommensbonus muss der neue Spieler zunächst selbst Geld einzahlen und bekommt vom Onlinecasino-Betreiber dann Geld dazu. Er zahlt also vielleicht 100 Euro ein und der Casinobetreiber gibt ihm weitere 100 Euro, sodass der Spieler nach seiner ersten Einzahlung mit 200 Euro spielen kann. Besucht der Spieler dagegen ein
Online-Casino mit Startguthaben, muss er selbst gar nichts einzahlen. Er meldet sich auf der jeweiligen Plattform an und erhält die vom Betreiber vorgegebene Summe X zum Spielen. Ähnlich ist das Angebot der Onlinecasinos, dem Spieler einige Freispiele zu gewähren. Auch hier muss er selbst nichts einzahlen, um spielen zu können. Die Auswahl der Spiele, die er ausprobieren kann, ist aber oft limitierter als bei einem Startguthaben.

Startguthaben sind nicht für alle gleichermaßen interessant

Die Attraktivität eines Startguthabens hängt natürlich einerseits von seiner Höhe ab. Manche Onlinecasinos gewähren zehn Euro, andere dreißig und wiederum andere über 80 Euro. Allein auf die Höhe des Startguthabens kommt es aber nicht an, wie der Blick auf die Bedingungen für eine Gewinnauszahlung noch zeigen wird.

Als potenzieller Spieler sollte man das Startguthaben mit anderen Bonusarten wie den erwähnten Freispielen vergleichen. Vielleicht wirken die ja viel attraktiver? Ein Startguthaben ist oft besonders für diejenigen ein interessanter Anreiz, die tendenziell um geringe Summen spielen möchten. Auf sogenannte High-Roller wirkt ein Willkommensbonus oft attraktiver. Als High-Roller werden in der Casinowelt diejenigen bezeichnet, die gerne einmal um größere Summen spielen. Und zu einem High-Roller sollte nur derjenige werden, der auch größere Summen problemlos verlieren kann, ohne damit in existentielle Schwierigkeiten zu geraten. Wer diese Bedingung erfüllt, wird ein Startguthaben von beispielsweise 30 Euro für eher uninteressant halten. Ein Willkommensbonus, der seine Einzahlung bis zu einem gewissen Grad verdoppelt, ist da schon eher interessant.

 

Welche Bedingungen sind mit Startguthaben verknüpft?

Eins vorweg: Renommierte Onlinecasinos bietet potenziellen Kunden seriöse Boni an. Täten sie es nicht, würden sich ihr eigenes Geschäftsmodell zerstören. Seriös sind Boni unter anderem, wenn sie den etablierten Regeln für den Spieler- und Verbraucherschutz wie denen des Deutschen Online Casinoverbands entsprechen. Allerdings sollte jedem Spieler bewusst sein, dass auch ein Startguthaben letztlich kein Geschenk des Onlinecasinos ist. Es ist eine Werbemaßnahme.

Das bedeutet nicht zuletzt: Ein Online-Casino mit Startguthaben verknüpft mit dem Bonus oft Bedingungen. Man meldet sich also im Onlinecasino X an, erhält Y Euro Startguthaben auf sein Casino-Konto und kann spielen. Bereits hier kann es einschränkende Bedingungen geben. Eventuell kann man mit dem Startguthaben nicht sämtliche Spiele spielen, die das Onlinecasino bereithält.Vielleicht werden einem zum Beispiel die Jackpot-Spiele verwehrt, weil der mögliche Gewinn hier besonders hoch ist. Solche Gewinne sollen aus Sicht mancher Casinobetreiber denjenigen vorbehalten sein, die bereits eigenes Geld eingezahlt haben. Ob solche Bedingungen formuliert werden und wie sie konkret aussehen, ist von Casino zu Casino unterschiedlich. Man wird vergleichen müssen.  

Manche Bedingungen greifen erst bei Gewinnauszahlungen

Andere Bedingungen greifen erst dann, wenn man nicht nur gespielt, sondern auch gewonnen hat und Gewinne ausbezahlt bekommen möchte. Dann schaut das Onlinecasino eventuell erst einmal, ob man die Anforderungen für die Auszahlung erfüllt. Einige Onlinecasinos zahlen Gewinne aus Spielen mit dem Startguthaben zum Beispiel erst aus, wenn der Spieler das X-Fache des Guthabenbetrags selbst eingezahlt hat. Setzt man für X also 30 ein, dann muss der Spieler bei einem Bonus von zehn Euro erst einmal 300 Euro selbst einzahlen, ehe er das mit dem Startguthaben gewonnene Geld erhält.Möglicherweise gibt es zusätzlich zeitliche Vorgaben. Dann verliert man das Startguthaben und die damit erzielten Gewinne nach der Zeit X, wenn man nicht zuvor bestimmte Bedingungen erfüllt hat: Solch eine Bedingung kann eine eigene Einzahlung in der vom Betreiber vorgegebenen Höhe sein. Man sollte also alle Bedingungen gut kennen, bevor man sich wegen eines Startguthabens für ein bestimmtes Onlinecasino entscheidet. Nicht alles, was auf den ersten Blick attraktiv erscheint, bleibt beim zweiten Blick ebenso anziehend. Umgekehrt wirken manche Boni zunächst einmal eher nicht attraktiv und sind es dann doch, weil sie nur mit wenigen einschränkenden Bedingungen verbunden sind.

 

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