Ein bisschen Wunschdenken: Sequel mit Ciri

Witcher 3 - Ciri

Quelle: CD Projekt Red

ACHTUNG SPOILER! Falls du Witcher 3 bisher noch nicht komplett durchgepielt hast, könnte diese Kolumne dich spoilern.

Ach ja, ein Jahr ist es her, seit dem die erfolgreiche Witcher-Reihe In Beauclair ihr Ende gefunden hat. Eigentlich bin ich ja froh, dass Geralt sich endlich zur Ruhe setzten kann – immerhin wollte CD Projekt Red das Projekt Geralt selber endlich zu Ende bringen. Aber, und das ist ein großes Aber, warum kein fortsetzender Teil mit Ciri? Ich weiß nicht, wie es anderen Witcher-Fans geht, aber ich bin immer noch schwer verliebt in das Spiel. Umso mehr fühlte es sich wie eine Trennung an, als das Abenteuer in Beauclair endete. Vielleicht ist es der Liebeskummer, der aus mir spricht, aber ein Sequel mit Ciri hört sich doch ganz gut an. Warum es meiner Meinung nach noch einen Teil mit Ciri geben sollte, erfahrt ihr jetzt.

Vorab, ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Ciri ein toller Charakter war. Mir gefiel es, wie taff sie immer ihre Probleme anging und trotzdem ihre liebevollen Seiten hatte. Meiner Meinung nach war es immer wieder interessant, in ihre Rolle zu schlüpfen, denn sie war ein durch und durch gut durchdachter Charakter. Schon während ich Witcher 3 durchgespielt habe, hatte ich mich auf die Parts mit Ciri gefreut und gehofft, dass es mehr von diesen Parts gäbe und sie länger wären. Nachdem nun die Story mit Geralt eindeutig abgeschlossen ist, würde es sich eigentlich anbieten, Ciri als Nachfolger auszuwählen. Immerhin hat sie uns oft genug bewiesen, dass sie eindeutig das Zeug zum Hexer hat. Das Problem aber ist -und hier hört mein unrealistisches Wunschdenken auf- dass je nach dem, welches Ende ihr euch für Witcher 3 ausgesucht habt, eine (logische!) Anknüpfung daran recht schwierig ist. Und wenn man keine Anknüpfung an Witcher 3 schafft, dann kann man sich ja wohl schlecht eine zweite Storyline extra für sie aus dem Ärmel schütten. Es ist natürlich nicht unmöglich, aber durchaus eine Herausforderung.

Dennoch muss es ja kein weiteres Rollenspiel sein, dass hunderte von Stunden in Anspruch nimmt, ein Sequel wäre bereits schön. (Obwohl es natürlich ein kleiner Traum wäre, nochmal stundenlang in die faszinierende Welt einzutauchen und vielleicht neue Regionen zu erkunden, neue Monster kennenzulernen und wieder mit den Schwertern auf dem Rücken umherzustreifen!).

Andererseits natürlich gibt es die (leider nicht völlig ungerechtfertigte) Annahme, dass ein nachfolgendes Sequel vielleicht niemals so gut sein kann wie der Witcher 3. Eine interessante Welt, eine fesselnde Story, ein wunderschöner Soundtrack, … Die Liste all der Dinge, die gut an dem Spiel waren, könnte ewig lang sein. Dementsprechend wäre ein Sequel mit einer so hohen Messlatte verbunden, die es schwer überbrücken könnte. So hohe Erwartungen kann man kaum erfüllen, auch wenn ich nicht überrascht wäre, wenn CD Projekt Red mich noch einmal überraschen würde.

Letztendlich ist es ein Sequel mit Ciri hauptsächlich Wunschdenken. Und vielleicht ist es ja gut so, dass CD-Projekt Red die Witcher-Reihe nach so langer Zeit abgeschlossen hat, um ein neues Universum zu basteln, in das wir uns verlieben könnten. Da die Entwickler bereits jetzt ihr Können gezeigt haben, kann ich es ehrlich gesagt kaum erwarten, bis Cyberpunk 2077 endlich rauskommt! Und für alle Witcher 3- Fans, die immer noch Liebeskummer haben: Auf Netflix soll irgendwann demnächst eine Serie zu den Romanen kommen. Und da viele Netflix Originals richtig, richtig gut waren, bin ich jetzt schon sehr gespannt darauf – ihr auch?

GP-Anna
Ich bin frisch eingezogen im Nerd-Kosmos. Großer Fan von Rollenspielen und Horror. Leseratte hoch zehn. Bei Fragen oder Kommentaren einfach hier melden: anna.eisenmann@gamersplatform.de

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