Mobile MOBA – Werden Vainglory und ich Freunde sein?

Vainglory

Quelle: Super Evil Megacorp

Das Genre der sogenannten MOBA’s ist in der Spielergemeinde längst ein bekannter Begriff und spätestens seit League of Legends wird wohl der Großteil einmal Hand an so ein Spiel gelegt haben. Mit dem zunehmenden Wachstum des Mobile-Markts gibt es auch zahlreiche dieser Spiele für mobile Geräte. Ich habe jetzt erstmals den Titel Vainglory ausprobiert und mich eine Zeit lang damit beschäftigt. Vainglory veranstaltet bereits seit längerer Zeit Turniere im eSports-Bereich und den Gewinnern winken attraktive Geldpreise.

Das Konzept in Vainglory ist exakt dasselbe wie bei einer Multiplayer-Online-Battle-Arena (MOBA) für den PC. Ein Team aus Spielern, in diesem Fall sind es drei, wählt Helden aus und kämpft gegen ein anderes Team. Dabei hat jeder Spieler eine bestimmte Rolle wie beispielsweise der Schadensausteiler, der Tank, Jungler oder auch Support. Einer teilt den Schaden aus, ein anderer steckt den gegnerischen Schaden ein und ein weiterer Spieler kümmert sich darum, dass keiner stirbt. Was bei einem League of Legends Teams bestehend aus fünf Spielern sind, geschieht in Vainglory mit einem Team aus drei Spielern.

Die Touch-Steuerung ist hier wirklich erstaunlich gut und hat mich sehr überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so gut auf einem mobilen Gerät spielen lässt. Ihr bewegt euren Helden durch das Tippen auf dem linken bzw. rechten Bildschirmrand und mittig sind eure drei Fähigkeiten angeordnet, die natürlich nach einmaliger Benutzung eine Abklingzeit aufweisen. Zusätzlich könnt ihr euch am Startpunkt verschiedene Gegenstände kaufen, darunter beispielsweise Waffen für mehr Schaden oder Stiefel für schnellere Bewegungen. Auch hier gibt es Ausrüstung, die sich aktivieren lässt und zum Beispiel einen Schutzschild gewährt. Um diese zu aktivieren klickt ihr ebenfalls auf die Symbole im unteren Bereich des Bildschirms.

Wer Vainglory professioneller angehen möchte, der spielt den gewerteten Modus und bleibt stets mit seinem Team zusammen. Alleingänger werden schnell bestraft. Außerdem gibt es auch Lasthits, das heißt wenn ihr den Todestreffer bei einem gegnerischen Monster landet, dann erhaltet ihr zusätzliches Gold. Hier ist Timing und Geschick gefragt. Verschiedene Spielmodi runden den Titel ab und gewähren Abwechslung. Als Belohnungen für Spiele könnt ihr euch dann mit verschiedenen Outfits für eure Lieblingshelden ausstatten oder euch weitere Charaktere für euer Portfolio besorgen. Auch Echtgeld kann investiert werden, um schnelleren Zugriff auf eine größere Anzahl zu erhalten.

Soweit zum Spiel und jetzt aber zu der Frage, ob mich der Titel bei der Stange halten konnte oder nicht. Grundsätzlich gefällt mir der Titel wie erwähnt sehr und die Steuerung ist gut optimiert, aber mit meinen riesigen Händen kann ich diesen Titel nicht stundenlang spielen und bereits nach einigen Matches spürte ich, dass ich nicht mehr die gleiche Qualität für mein Team aufbringen kann. Eventuell hängt dies vom Gerät ab, aber extra ein passendes Smartphone/Tablet nur für diesen zulegen? Nein, danke.

Weiterhin hatte ich öfter die Probleme, dass Mitspieler die Verbindung verloren haben oder ich selbst einen hohen Ping erreichte. Das ist natürlich fatal und so muss man auch eine perfekte Internetverbindung aufweisen können, um das volle Potenzial des Titels zu entfalten. Es wird sonst leider schnell frustrierend, da man sein Können nicht in vollem Maße präsentieren kann.

Ein weiterer Faktor ist die Kommunikation. Hier sehe ich Vainglory nur als spaßiges Spiel mit zwei weiteren Freunden. Auch wenn das Spielfeld sehr klein ist, so fällt die Kommunikation schwer und bei zufälligen Teams herrscht kaum Abstimmung. Für mich war es ein interessanter Ausflug in das Mobile-MOBA-Genre, aber ich bleibe dem Genre dann doch auf dem PC treu und beschäftige mich auf mobilen Geräten weiterhin lieber mit kleineren Titeln für den Zeitvertreib zwischendurch.

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