GP-Inside: Mein erstes Videospielerlebnis | GP-ChrisK

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Quelle: SEGA

Wer sich heute als Gamer bezeichnet, sich in Spiele stürzt, sie als kleine Wissenschaft, als Hobby oder als Teil des Lebens nennt, der wird trotzdem irgendwann auch mal mit kleinen Schritten dorthin gekommen sein wo er jetzt ist. Jeder fängt mal klein an und auch ich habe in Bezug auf Videospiele klein angefangen. Und nein, nicht mit dem Game Boy! Aber lasst mich euch diese Geschichte genauer erzählen. 

Ich war nicht einmal in der Schule, da habe ich per Verwandtschaft zum Geburtstag einen kleinen schwarzen Kasten bekommen, auf dem man Spiele spielen konnte. Es handelte sich um den Game Gear. Wer keine Ahnung hat was das ist, der braucht sich nicht dafür schämen, alte Hasen und SEGA Kenner werden da schon eher etwas mit anfangen können. Das Gerät erschien hier zu Beginn der 90er, war klobiger als der Game Boy, aber hey, ich liebte das Teil. Ich hatte sowieso keine Ahnung von Videospielen, wusste nicht was es für Geräte und für Spiele gab, aber wie auch wenn man so jung ist. Da es ein Geschenk war, war der Rest sowieso egal. Ich hatte eine kleine Box mit Spielen und auch wenn meine Erinnerungen leicht verschwommen sind, ich kann mich an einige erinnern und ich weiß auch welches ich zuerst verschlungen habe.  

Das Spiel hieß Columns und ist eine Mischung aus Tetris und Diamond Dash. Das Spiel ist dabei eigentlich nur ein Port. Es erschien ursprünglich 1989 für Atari, aufgrund gekaufter Rechte dann 1990 für den Sega Mega Drive, ein Jahr später gab’s das Spiel dann auch für den Game Gear in Europa. Wie in Tetris fallen hier Objekte runter, nur keine Klötzchen, sondern Edelsteine. Diese sind farbig und es gilt, drei in einer Reihe zu platzieren um Punkte zu bekommen, Ob vertikal, horizontal oder diagonal. Ein sehr einfaches Prinzip, das dennoch enorm gefesselt hat. Gerade als kleiner Junge ist es unglaublich herausfordernd ab einer gewissen Spiellänge. Ich kannte Columns tatsächlich sogar noch vor Tetris, welches ich erst mit meinem Game Boy ein paar Jahre später gespielt habe.  

Zudem besaß ich Spiele wie das großartige Castle of Illusion Starring Mickey Mouse, The Lucky Dime Caper Starring Donald Duck oder auch The GG Shinobi. Alle haben mir enorm Spaß gemacht, gerade letzteres war aber immens schwierig. Auch als ich nun rückblickend die Wertungen der damaligen Zeitschriften fand, wurde mein Eindruck bestätigt, denn sie gelten als echte Videospielperlen dieser Handheld Konsole, nur dass sie sehr unbekannt sind. Alle der Spiele sicherten sich Wertungen um die 90% herum. Das wusste ich damals natürlich nicht, aber ich liebte diese Spiele einfach.

Entgegen mancher Studien, die jedoch sagen, zu frühes Spielen behindert die Entwicklung, zumindest stimmt es bei mir nicht. Ich hatte trotzdem noch genug Spaß daran mit Autos zu spielen oder draußen im Match patschen. Dennoch hatte ich damals auch schon lange Spiele Sessions, und Game Gear Besitzer werden immer ihr Ladekabel in der Nähe gehabt haben, denn der Akku hielt nicht sonderlich lange. Das nehm ich dir heute noch übel lieber Game Gear! Dafür war das Gerät ansonsten komfortabel, bot einen farbigen Display und hatte einen weiteren entscheidenden Vorteil, wenn man mal nachts keine Lust hatte schlafen zu gehen. Da der Bildschirm beleuchtet war, konnte man auch heimlich unter der Decke spielen. Herrliche Zeiten. Erst später kam der Game Boy dazu, als ich in die Schule ging und der Game Boy der letzte Schrei war. Und da begann ja auch die Pokemon Ära. Dennoch bin ich zufrieden mit diesem Einstieg in die Welt der Videospiele. Ich hatte wenige, dafür richtig gute Spiele, die, wenn ich mal Lust auf Zocken hatte, immer riesig Spaß gemacht haben. Das war wohl auch der Grund, warum ich erst mit dem N64 als Heimkonsole angefangen habe. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel. 

The Guy who loves Videogames

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