Indie-Showcase: Cornerstone: The Song of Tyrim – Zelda meets Dark Souls

Cornerstone

Quelle: Ascension Games

Zelda meets Dark Souls? Kommt da ein kleiner wahrgewordener Traum auf uns zu oder ein Projekt mit viel zu hohen Ansprüchen an sich selbst? Dem wollte ich mal genauer auf den Zahn fühlen. Indie-Showcase stellt vor: Cornerstone: The Song of Tyrim. 

 

Klare Inspiration 

Was war das damals eine Aufregung. Link in Cel-Shading Optik? Ein Unding! Auch ich war etwas enttäuscht von der Entscheidung in Zelda: The Wind Waker auf einen ganz Zelda untypischen Stil zu setzen. Und auch wenn es gespaltene Meinungen gab, die meisten Spieler blicken dennoch positiv nostalgisch auf den ursprünglich für Game Cube erschienenen Teil zurück. Die Optik scheint ein paar findige Entwickler sogar so sehr zu gefallen, dass sie ihr eigenes Spiel danach ausrichten wollen. Und tatsächlich, ein Blick auf das große, kleine Werk lässt sofort an Link’s ersten eigenen Game Cube Auftritt erinnern. Figuren, die See, Klippen, Vegetation; Nintendo diente wohl als Inspiration. Aber lasst mich raten, ein Junge muss in diesem Spiel die Welt retten? 

100 Punkte für Gryffindor! Tyrim ist ein Junge, der auf der Insel Borjana groß wird, einer relativ zentralen Insel der Welt von Cornerstone: The Song of Tyrim. Der Jungs lebt mit seiner Familie dort, seinen Vater hat er aber schon ein Weilchen nicht mehr gesehen. Der ist nämlich mit den anderen Männern in die See gestochen, um auf Expedition zu gehen. Seitdem vermisst das Wikinger Dorf jedoch die tapferen Leute, und das mittlerweile seit Jahren. Zudem geschehen immer merkwürdigere Dinge. Außerhalb des Dorfes tobt ein erbitterter Kampf um Macht zwischen den verschiedenen Reichen der Welt, Bürgerkriege und Intrigen innerhalb der Reiche lassen Zweifel aufkommen, dass sich etwas zusammen braut, das mit dem Verschwinden der Männer von Borjana zu tun haben könnte. Drum macht sich Tyrim auf, um seinen Vater und die verschollenen Männer zu finden. 

Naja okay, immerhin ist es hier ein verschwundener Vater und nicht Zelda die wir retten müssen, aber das Setting, rund um die Inseln, greift teilweise auch einige Elemente von Wind Waker auf. Nicht nur das, auch das Erkunden der Welt spielt eine Rolle, und wie man es erahnen kann, spielt das eigene Boot eine große Rolle. Es handelt sich um eine offene Welt, die bereits zu Beginn möglichst vollständig bereisbar sein soll, nur werden einige Bereiche etwas fordernder sein als andere, wenn man nicht über zusätzliches Equipment verfügt. Die Welt soll erkundet werden, und den Entwicklern sei durchaus bewusst, dass gerade die Bootsfahrten in The Wind Waker in triste Langeweile ausarteten. So will man die Erkundung spannend gestalten und das Boot zu einem besonderen Gefährt machen. So hat dies neben einer Harpune sogar einen eigenen kleinen Garten, den man mit diversen Samen groß ziehen kann, um dort auch heilende Kräuter gedeihen zu lassen. Dank einer genauen Berechnung der Physik kann das Gefährt auch als Rammbock eingesetzt werden, aber eben auch nicht gegen alles. 

 

Cornerstone

Quelle: Ascension Games

Schwierige Spiele? Voll im Trend!

Aber genug von den Wind Waker Adaptionen, schließlich erwähnen die Indie-Entwickler auch sehr häufig das populäre Dark Souls. Aber Cel-Shading Optik, kleiner Junge im großen Abenteuer, das klingt nicht sehr nach Dark Souls. Viel mehr versteckt sich das Werk der Entwickler von From Software hinter der Schale und greift spielerisch ein. So werden Veteranen schnell das Kampfsystem wiedererkennen, denn die sollen es in sich haben und knackig schwierig werden. Cornerstone beinhaltet eine Vielzahl von verschiedenen Feinden, die alle unterschiedliche Eigenschaften mit sich führen. So gilt es immer wieder andere Wege einzuleiten die Gegner zur Strecke zu bringen. Dazu stellen die Entwickler eine optionale Lock-On Funktion bereit, bei der sich der Kampf auf einen bestimmten Feind konzentriert. Zeitlich gezielte Angriffe und Ausweichmanöver stehen an der Tagesordnung und die ersten Gameplay Videos verdeutlichen, häufig dabei zu sterben ist keine Schande, auch weil man es dem Spiel nicht zutraut so eine schwere Fassade hoch zu ziehen. Auch die Umgebung soll einen großen Einfluss auf die Kämpfe nehmen. So können Umgebungsobjekte geworfen werden, jedoch nicht nur von euch selbst, sondern auch von den Gegnern. Auch Dinge wie vorinstallierte Fallen könnten entweder zu eurem Vorteil, aber auch Nachteil genutzt werden, da auch eure Widersacher von ihnen Gebrauch machen wollen. Auch Bosse enthält das Spiel, auch wenn man die Bosskämpfe anders aufbaut als es in vielen anderen Spielen der Fall ist. Man möchte jedoch die Kreativität der Spieler in den Fokus rücken, weswegen es nicht einen vorgegebenen Weg gibt, der Bosse aus dem Weg räumt, sondern mehrere. So muss sich der Spieler verschiedene Taktiken einfallen lassen, was wiederrum auch davon abhängig ist, was der Spieler gecraftet und bereits von der Welt erkundet hat. 

Cornerstone

Quelle: Ascesnsion Games

 

Die Richtlinien eines Open-World Spiels

Spätestens seit Minecraft gehört es zum guten Ton eines Open-World Abenteuers Dinge zu craften und der Trend ist auch an Cornerstone nicht vorbeigegangen. Während viele Spiele jedoch den Laien nicht durchblicken lassen, wie viele verschiedene Ressourcen man alle finden muss um eines der etlichen Gegenstände im Menü craften zu können. Doch dieses Problem scheint man bei Ascension Games zu kennen und scheint die Lösung dafür parat zu haben. Man möchte all die Komplexität des Craftings in ein simpleres System verpacken, jedoch genauso viel tatkischen Spielraum biete, wie es die große Konkurrenz kann. So beziehen sich die Ressourcen auf Holz, Eisen, Wolle und Entflammbares. Mit verschiedensten Kombinationen lassen sich daraufhin eine Vielzahl an Objekten erstellen, die auch wichtig für den weiteren Verlauf des Spiels sind. Ob oder inwiefern dieses System aber auch aufgeht bleibt abzuwarten, denn hier bewegt man sich auch auf einem schmalen Grad der die richtige Balance erfordert. 

Ebenfalls muss bei der Story und den Quests die richtige Balance gefunden werden. Man möchte nämlich ein nicht lineares Spielerlebnis bieten, weswegen man Inseln nach und nach bereist, was bedeutet, dass man Story ebenfalls nicht linear erlebt und sie sich somit nach und nach, wie ein Puzzle an verschiedenen Stellen zusammen setzt. Bei den Quests selbst will man jedoch sehr viel Abwechslung bieten, und gar nicht mal den Fokus auf Kämpfe legen. Viel mehr möchte man den Spieler auch zusätzlich die Welt erkunden lassen, in der es Geheimnisse zu lüften gilt. Dabei will man auch auf Rätsel setzen, wie es auch in der Zelda Serie der Fall ist. Diese fallen in unterschiedlicher Größe aus, die schwierigsten von ihnen werden jedoch optional sein, damit kein Frust entsteht. Trotzdem soll es sich wohl lohnen den beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen. 

Cornerstone

Quelle: Ascension Games

 

Zu schön um wahr zu sein?

Aber übernimmt sich das kleine Entwickler Team da nicht vielleicht etwas? Die Ambitionen sind groß, auf den ersten Blick sogar zu groß. Der Versuch zwei Meilensteine unter den Videospielen miteinander verschmelzen zu lassen, scheint für eine Hand voll Entwickler wie eine Herkules Aufgabe. Gerade die offene Welt und die Komplexität die versprochen wird, könnte eine Grenze erreichen, auch wenn das Team selbst sagt bereits seit vielen Jahren mit der Unity Engine zu arbeiten. Zum Beweis veröffentlichte man bereits erste Gameplay Videos, Alpha Footage natürlich. Man sieht die Hingabe, die Idee und das Konzept. Aber wir sehen auch, dass das Spiel noch weit von einer Veröffentlichung entfernt ist. Gut ist aber, dass man auf Kickstarter eine erfolgreiche Kampagne hinter sich gebracht hat und insgesamt über 30.000 Dollar zusammen gekommen sind. Und auch gut, dass das dort gezeigte Gameplay schon sehr alt ist. Aber was ist nun mit dem Spiel? Laut den neuesten Updates steht das Spiel kurz vor der Fertigstellung und wir dürfen bald mit einem Release Termin rechnen. Man arbeite noch am letzten Feinschliff und ich gehe fest davon aus, dass ein fester Termin in den nächsten Wochen folgen wird. 

Wir dürfen also sehr gespannt sein, was uns hier erwartet. Eine kleine Indie Perle für Fans von Wind Waker und Dark Souls, oder ein Werk mit größeren Träumen als Tatsachen? Wenn wir den Stimmen der meisten Beta Tester glauben können, dann dürfte das Erstere zutreffen. Bis dahin warten wir gespannt auf einen Termin, einen Preis, auf ein gutes Spiel und viel Erfolg an Ascension Games, für ihr großes kleines Traumprojekt. 

 

 

 

Bildquelle: Ascension Games

Videoquelle: Overflow Games/ Ascension Games

 

The Guy who loves Videogames

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