Thief: Das Schleichspiel um den Meisterdieb im Test

Thief

Garrett unser Meisterdieb feiert sein Comeback. Ob Eidos Montreal das Remake der Kultserie gelungen ist, verrät euch unser Test!

Story

Die Zeiten für Verbrecher und Diebe sind gut, zumindest für Garrett dem Meisterdieb. Dieser erhält von seinem alten Freund und Hehler Basso einen Auftrag, welcher gewaltig Schief geht. Denn plötzlich taucht ein bekanntes Gesicht aus der Vergangenheit auf. Erin, Garretts junger Schützling, kann es nicht lassen zu Morden, und beide stürzen während einer merkwürdigen Zeremonie im Haus des Barons in Northcrest Manor, vom Dach. Unser Meisterdieb verliert währenddessen das Bewusstsein, und als er die Augen wieder öffnet, liegt er auf einem Karren, welcher unterwegs zurück in die Stadt ist. Überall sieht er das Bild der Unterdrückung und des Todes – Schuld daran: Der Baron und seine rücksichtslosen Wache. Eine Krankheit breitet sich in der Stadt aus, die Menschen nennen sie Schwermut.

Thief

Garrett sucht Basso auf und stellt fest, dass er ein ganzes Jahr lang nicht in der Stadt gewesen ist. Basso will zwar unbedingt wissen, wo Garrett gesteckt hat, aber das goldene Zeitalter ist schon lange Vergangenheit. Die Zeiten sind hart geworden, selbst für den Meisterdieb Garett – Basso hat einen letzten Auftrag für ihn: den Diebstahl eines wertvollen Rings gegen bare Münze.

Thief für PS4

Ein Auftrag wie jeder andere? Sicher nicht – der Ring wird zum ersten Schritt einer Reihe bemerkenswerter Ereignisse, die Garrett in den Konflikt zwischen Politik und Volk stürzen. Dabei enthüllt unser Meisterdieb ein dunkles Geheimnis, das seine Welt zu zerreißen droht.

Stealth-Action

Ganz wie ein Meisterdieb muss Garrett darauf achten, nicht auf Glasscherben zu treten, denn diese locken Wachen an. Zusätzlich kann er sich in Schränken verstecken, durch Schlüssellöcher spicken, um nicht von ungebetenen Gästen überrascht zu werden, und Gemälde nach Schaltern abtasten. Hier ist unser Dieb ganz in seinem Element. Übrigens sind seit seinem letztem Auftritt Ganze zehn Jahre vergangen.

Trotzdem ist nicht alles Gold was glänzt! Überall Drehbuchmurks und nicht enden wollende Designschnitzer, und das über knapp zwölf bis fünfzehn Stunden.

Grafik & Sound

Eigentlich habe ich nach dem Erfolg von Tomb Raider erwartet, dass Eidos Montreal etwas von guter Grafik versteht – leider fehlgeschlagen. Besonders schlimm wird es aber in den Zwischensequenzen. Nicht nur die Szenen im Spiel selbst, auch die aufwendigeren Bilder, sind nicht schön anzusehen. Ein Grund der schlechten Grafik sind die mechanischen und plastischen Bewegungen, oft sogar abgehackt. Dies wirkt eher lächerlich als ernsthaft und passt vor allem nicht zur Stimmung des Spiels. Zum Glück kann man dem Elend entkommen indem man die Zwischensequenzen überspringt.

Außerdem wirkt das Spiel sehr unfertig. Die Charaktere des Spiels stechen ebenfalls kaum raus, so wirkt es beispielsweise sehr lächerlich, wenn man die Kamera nach unten schwenkt und sich im Kreis dreht. Hier müsste Garrett normalerweise seine Füße beim drehen bewegen, dies geschieht aber nicht. Einzig die Hände und die düstere Atmosphäre sind den Entwicklern gut gelungen. Alle Handbewegungen wirken detailliert und flüssig.

Nicht nur die Grafik enttäuscht uns, auch bei der Synchronisation wurde unsauber gearbeitet. So bewegen sich Münder ungefähr 2-3 Sekunden eher, als der Ton eingespielt wird, auf Fragen wird erst nach gefühlten Stunden geantwortet und das häufig auch viel zu kurz und zu leise. Selten geschieht es sogar mal, dass Gespräche hilfreich sind. Auch bei der Übersetzung wurde geschludert, so haben Übersetzungen plötzlich einen ganz anderen Sinn als im Original.

Wenigstens der Soundtrack und die Hintergrundgeräusche können uns etwas überzeugen und etwas von der Atmosphäre retten. Um nicht entdeckt zu werden, müssen wir uns im Wasser oder auf Holzbalken vorsichtiger bewegen. Ganz so, wie es zu einem Stealth-Action Spiel passt.

Wir hoffen, dass sowohl Grafik als auch Sound mit einem nachträglichen Patch überarbeitet wird, denn so ist es fast nicht zumutbar – zumindest nicht für Next-Gen Verhältnisse.

 

Seite 1 – Story, Grafik & Sound
Seite 2 – Gameplay & Nebenmissionen
Seite 3 – Fazit

Lieblings-Genre: Shooter, Horror || Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen, schreibt mir an oe@gamersplatform.de

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

achtzehn − 12 =

* Durch Absenden des Kommentares stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Regelung zu

Lost Password