DLC’s, Micropayments und Lootboxen – Wird das die Zukunft sein?

Call of Duty Black Ops 3 Descent DLC

Quelle: Activision

Debatten, Kolumnen, Videos, Kritiken und Ähnliches gab es in Bezug auf den DLC und Mikropayment Wahnsinn ja sicher schon genug, selten verlieren die Leute ein gutes Wort an den modernen Gelddruckmaschinen. Doch wie wird eigentlich die Zukunft aussehen?

Warum ist das alles so erfolgreich, wenn es doch so verachtet wird? Publisher machen mit diversen Spielen deutlich mehr Umsatz, indem sie ingame Shops haben und dort Kleinigkeiten verkaufen, als mit dem eigentlichen Kaufpreis des Spiels. Electronic Arts verdient sich mit Ultimate Team eine goldene Nase. Wieso funktioniert das so gut? Es ist relativ einfach zu begründen. Man nehme eine erfolgreiche Spielereihe oder ein erfolgreiches Konzept, um eine möglichst große potenzielle Spielerbasis zu haben. Und dann testet man die Grenzen aus, wofür sind die Leute bereit zu bezahlen. Das funktioniert besonders gut bei Multiplayer Spielen, denn die, die ein solches Spiel auch über einen längeren Zeitraum spielen, sind die wahren Fans, lieben dieses Spiel und sind potenziell eher bereit dazu auch noch zusätzlich Geld zu investieren. Und wenn man eine Basis hat, die regelmäßig Extra Geld rein buttert, sodass das Spiel richtig schönen Gewinn abwirft, dann kann einem Publisher auch ein bisschen Gejammer im Netz egal sein, der Kontostand stimmt zumindest. Es rechnet sich in solchen Fällen also eher, die zahlungsbereiten Hardcore Fans weiter regelmäßig zahlen zu lassen, als Geld in das Spiel und Marketing zu investieren um Neukunden zu generieren. Durch DLC’s, Micropayments und Lootboxen erhält sich das Spiel quasi selbst am Leben und generiert auch nach den ersten wichtigen Verkaufswochen fleißig weiter Geld.

FUT 2018

Quelle: EA Sports

So viel zum Erfolgsmodell, dass es aber auch mal nach hinten losgehen kann, zeigen manche Versuche, Pay 2 Win einzubauen, was die Spielerschaft mit ausbleibenden Käufen abstraft. Das passiert jedoch noch zu selten. Aber wie soll es denn weitergehen? Die Strategie ist leider sehr zukunftssicher, denn Fans, die sich in ein bestimmtes Spiel absolut rein knien, wird es immer geben. Solche machen den Gelegenheitsspielern und nicht zahlungsbereiten Fans einen Strich durch die Rechnung. Die einzige Möglichkeit, wie dieses System kippen kann, ist dass es quasi zu einem Crash kommt, bei dem die Spieler das jeweilige Spiel auslassen und vielleicht zu einer Alternative greifen, die auf solche Praktiken verzichtet. Doch gerade die findet man kaum noch, zu groß ist der Reiz mit einfach Praktiken das große Geld zu machen. Die Dauerzahler wird es für bestimmte Games immer geben, und solange diese nicht selbst einen Grund oder Anreiz darin sehen nicht immer drauf zu zahlen, wird es die genannten Mini Bezahlungen in Spielen auch in Zukunft geben. Der Kunde ist König, straft er Publisher ab, würden diese einlenken. Doch dafür müssen alle Gamer an einem Strang ziehen, und nicht nur fast alle.

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