Aus Spiel werde Film – nur wegen des Titels?

Resident Evil DVDs

Quelle: Eigene

Wir alle haben schon den ein oder anderen Film gesehen, der auf einem Spiel basiert. Das bedeutet auch, dass wir alle schon den ein oder anderen enntäuschenden Film gesehen haben, der auf einem Spiel basiert. Aus irgendeinem Grund wirkt es nämlich so, als seien die Filme nur halbherzige, grob am Spiel orientierte Werke, die nur wegen des Namens einen Kassenerfolg fast schon vorprogramiert haben. In etwa seit dem Jahr 2000 sind Videospiel-Verfilmungen quasi an der Tagesordnung und es wurden schon diverse Machwerke großer Marken erschaffen, die man gerne im Giftschrank verschwinden lassen würde. Ich erinnere hier einfach mal an Far Cry mit Till Schweiger oder Super Mario Bros. Natürlich gab es auch schon Filme, die nicht furchtbar waren, sondern einfach nur nicht besonders gut wie etwa Doom, Tekken, Resident Evil oder auch Tomb Raider mit Angelina Jolie. Wenn ich allerdings überlege, welche Videospiel-Verfilmungen wirklich gut waren, da wird es schon eher schwieriger, auch wenn Filme wie Silent Hill zeigen, dass es möglich ist.

Gerade in den letzten Jahren kamen nun erneut diverse Studios auf die Idee, Spiele zu verfilmen – mit bisher eher magerer Ausbeute. Entweder der Planungsprozess zieht sich in die Ewigkeit, weil man ja auch wirklich der Vorlage gerecht werden will, oder man produziert Assassin´s Creed oder Warcraft und heimst eine Menge Kritik ein. Nein, diese Filme sind nicht furchtbar, kommen aber nicht an die Vorlagen ran.

Wenn ich jetzt zum Beispiel als Tomb Raider Fan an den nächsten Tomb Raider Film denke, der 2018 erscheinen soll, läuft es mir etwas kalt den Rücken herunter. Der erste Trailer sowie die Besetzung konnte mich (und viele andere) noch nicht wirklich überzeugen, wodurch man gleich ein etwas schlechtes Gefühl bekommt – hoffen wir einfach das beste.
Leider hat man immer wieder das Gefühl, dass eine Videospiel-Verfilmung den Sinn hat, mittels Markennamen einen mittelmäßigen Film zum Kassenerfolg zu machen. Klar ist das nicht immer der Fall, aber gerade wenn man bereits dutzende Stunden mit einem Spiel verbracht hat, wird es schwer, den Standards der Gamer-Szene gerecht zu werden und zugleich noch einen guten Film für die „Allgemeinheit“ zu bieten. Hoffen wir einfach, dass unsere Lieblingsspiele in Zukunft keine all zu schlechten Filme spendiert bekommen.

Leidenschaftlicher Gamer, Filmkenner und im Nerd-Kosmos zuhause. Noch Fragen oder Anregungen? - chris.holzheu@gamersplatform.de

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