GP-Inside: Mein bester Spielekauf | GP-Anna

Quelle: EA

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Tatsächlich fiel es mir diesmal schwer, zu entscheiden, welches meiner Lieblingsspiele mein bester Spielekauf war. Zwischen meinem heiß geliebten The Witcher 3 und meinem wunderschön gemoddeten The Elder Scrolls V: Skyrim fiel meine Entscheidung auf den in die Jahre gekommene Platformer Alice: Madness Returns. Warum? Jeder kennt und (fast) jeder liebt Witcher 3 (immer noch) & Skyrim ist dank E3 wieder in aller Munde – ich wollte mal einen etwas älteren, aber nicht minder tollen Titel aus der Spielekiste kramen.

Ich gestehe: Normalerweise habe ich nicht viel mit Platformern am Hut, wie man meinen anderen Favoriten bereits anmerkt. Aber Alice hat es mir einfach angetan. Ich hatte schon früher ein Faible für Märchen, aber noch besser fand ich immer ihre düsteren Versionen. Tja, Alice: Madness Returns ist – wer hätte es gedacht – der düstere Zwilling von Alice im Wunderland.

Alice Liddell’s Geschichte ist recht schnell erzählt: Das arme Waisenkind verlor seine Eltern bei einem Hausbrand und versucht nun herauszufinden, wer der Täter war, denn sie ist felsenfest von ihrer Unschuld überzeugt. Jedoch nagt der Wahnsinn an ihrem Verstand, und zieht uns als Spieler in die verstörenden Tiefen ihrer Psyche.

Zusammen mit Alice begeben wir uns auf die Reise durch das von Armut geplagte London und tauchen zwischendurch ein in das Wunderland. Allerdings hat dieses Wunderland nicht nur seine schönen, sondern auch seine schaurigen Seiten. Und gerade das habe ich an diesem Spiel geliebt. Die Entwickler haben es geschafft, eine unglaublich fantasievolle, facettenreiche Welt zu schaffen. Jedes Level hat ein bestimmtes Thema und ich konnte es jedes Mal kaum erwarten, welche Seite des Wunderlands ich nun erkunden durfte.

Untermalt wird die fesselnde Geschichte mit einem wunderschönen, traurigen Soundtrack, der immer thematisch auf das jeweilige Level abgestimmt ist. Da ich ein großer Fan von schönen Soundtracks bin, hat mich dieses Spiel umso mehr in seinen Bann gezogen, denn zwischen verträumt und abgrundtief düster war einfach alles dabei . Wer meine Kolumne „Game Soundtracks, die gehört werden sollten“ gelesen hat, kennt bereits meine Lieblingstracks und weiß, wovon ich rede.

Zum Schluss will ich noch auf die Protagonistin zu sprechen kommen. Alice ist – wie soll ich es sagen? – vermutlich verrückt. Die traumatischen Erlebnisse bringen sie um den Verstand und lassen auch uns zweifeln, was real ist. Dennoch ist sie ein sarkastisches, zynisches und wortgewandtes Mädchen, sodass das Abenteuer an ihrer Seite sogar noch unterhaltsamer war.

Insgesamt muss ich sagen, dass an diesem Spiel für mich (fast) alles gepasst hat. Eigentlich sind Platformer (nach wie vor) nicht mein bevorzugtes Genre und manche Rätsel in diesem Spiel haben mir viele Ausraster-Momente besorgt. Aber letztendlich konnte mich das Spiel durch seine kreativ gestaltete Welt, seinen wunderschönen Soundtrack, seine fesselnde Geschichte und seinen tollen Hauptcharakter stundenlang beschäftigen. Darum sehe ich Alice:Madness Returns als meinen besten Spielekauf an.

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