Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) kann sich einen weiteren Erfolg ans Revers heften: Laut Staatsanwaltschaft Dresden habe einer der mutmaßlichen Betreiber von 1load.net, gegen den die Polizei zuvor vorging, auch die Spieleplattform Gameloads.org betrieben. Aus dem Grund wurde Gameloads.org abgeschaltet.
Dies kommentiert die GVU: „Der Umstand, dass aus dem kino.to-Verfahren heraus Anhaltspunkte auf Portalverantwortliche mit einem auf gänzlich andere Nutzergruppen ausgerichteten illegalen Geschäftsmodell gefunden werden konnten, bestätigt unsere Erkenntnisse: Bei den Betreibern gewerblicher illegaler Medienportale handelt es sich um eine stark vernetzte Szene. Diese Szene, die wir die digitalen Hehler nennen, besteht nach unseren Analysen im harten Kern aus 100 bis 150 Personen, die in der Regel voneinander wissen oder sich auch näher kennen.“
Gameloads.org wurde nach GVU-Angaben Ende 2010 in Betrieb genommen. Zuletzt soll die Seite den illegalen Download von fast 3.000 aktuellsten Titeln der Unterhaltungssoftware-Wirtschaft ermöglicht haben. In der Datenbank des illegalen Download-Portals seien kuratierte Einträge zu Spielen für PC, Xbox 360, PlayStation 3, PSP, Wii, Nintendo 3 DS sowie Nintendo DS gelistet gewesen, so die GVU. Finanziert wurde die Seite über Werbeeinblendungen. 81 Prozent der Nutzer sollen laut GVU aus Deutschland stammen.
Quelle: Golem