Halluzinogene als Therapiemittel in der Medizin

LSD und andere Halluzinogen schon bald als fester Bestandteil der Therapie?

Es mag auf den ersten Blick sonderbar wirken – aber Halluzinogene werden schon lange nicht mehr nur als Rauschmittel für den schnellen Kick gesehen. Die Forschung ist gerade dabei diese Stoffgruppe genau unter die Lupe zu nehmen, um ihren therapeutischen Effekt genau zu prüfen. Derzeit macht es den Anschein, dass schon bald Halluzinogene wie LSD, MDMA und Psilocybin fester Bestandteil bei der Behandlung einiger psychiatrischer Erkrankungen sein könnten.

LSD und seine bisherige Wirkung

Bei LSD handelt es sich um ein Halluzinogen. Nach der Einnahme zeigen sich euphorische Wirkung und optische Halluzinationen. Neben dem illegalen LSD gibt es auch das 1cp-LSD zu kaufen. Hierbei handelt es sich um eine legale Form des Halluzinogens, welches in Shops wie Chemical collective zu erwerben gibt. Es handelt sich um ein LSD-Analoga. Bei der Einnahme wirken diese Stoffgruppen im Gehirn auf die Serotoninausschüttung. Dadurch kommunizieren Gehirnareale miteinander, die sonst nichts miteinander zu tun haben. Die Hirnaktivität wird gesteigert.

Quelle: Pixabay – stevepb

Studien mit LSD geben depressiven Patienten neue Hoffnung

In Zürich läuft derzeit eine Studie, mit deren Hilfe die Wirkung von LSD bei Symptomen der Depression gezeigt wird. Viele Forscher auf der ganzen Welt haben derzeit Halluzinogen auf dem Schirm, da diese Stoffgruppe lange Zeit in den Hintergrund rückte. Negativschlagzeilen haben Halluzinogene verteufelt, haben ihre positive Wirkung verkannt. Doch das soll sich nun ändern.

Unter kontrollierten Bedingungen zeigte sich, dass der Einsatz von LSD und Magic Mushrooms Symptome der Depression lindern. Das Gedankenkreisen nimmt bei den Patienten relativ rasch ab. Die positive Wirkung zeigt sich bereits nach der zweiten Dosis. Im MRT zeigte sich, dass nach Einnahme von LSD die negativen Reize eine geringere Wirkung auf das emotionale Gehirn haben.

Wie würde die Therapie mit Halluzinogen ablaufen?

Die psychedelische Therapie würde bei Depressiven, bei Patienten mit Angststörungen und auch bei Alkoholkranken nur unter Kontrolle stattfinden. Es ist nicht geplant, dass Patienten Halluzinogene in Eigenregie einnehmen. Denn das Setting spielt bei dieser Therapie eine maßgebliche Rolle.

Zusätzlich wird die Therapie in mehreren Sitzungen durchgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass rund 3 Sitzungen notwendig sind, um gute Erfolge zu zeigen, um Symptome zu lindern. In den Sitzungen werden mittlere bis hohe Dosen unter Sicht verabreicht. Patienten befinden sich während der ganzen Sitzung unter Beobachtung. Das Erlebte wird nach der Sitzung gemeinsam mit einem Therapeuten besprochen und aufgearbeitet.

Vorsicht vor Selbstmedikation

Natürlich klingt der Ansatz einiger Studien sehr verlockend. Immerhin würde dies für viele Patienten, die an psychischen Erkrankungen leiden, eine neue Revolution bedeuten. Anstelle der Medikamente, die über mehrere Monate und Jahre hinweg eingenommen werden müssen, wären die Halluzinogene mit drei Sitzungen eine Behandlung mit wenig zeitlichem Einsatz. Viele Patienten erhoffen sich bereits jetzt Linderung und wollen nicht auf die endgültige Zulassung warten.

Länder wie die USA und Österreich sind auf die neuen Medikamentenzulassungen bereits vorbereitet, und warten nur auf den Startschuss. Doch bis es so weit ist, muss die Forschung die Studien noch weiter im Blick behalten. Einige Betroffene wollen oder können nicht mehr so lange warten. Der Leidensdruck der psychischen Erkrankungen ist zu groß. Forscher raten dennoch von der Selbstmedikation ab. Hier kann es zu dramatischen Folgen kommen, die nicht absehbar sind. LSD und andere Halluzinogene haben den negativen Effekt, dass es bei falscher Dosierung zu einer Verstärkung der Symptome oder sogar zu sogenannten Psychosen kommen kann. Deswegen warnen Forscher vor der eigenmächtigen Einnahme.

Fazit

Halluzinogene könnten die psychiatrische Medizin schon bald revolutionären. Derzeit gibt es einige Studien, die den Einsatz von Halluzinogenen wie LSD und Psilocybin im Blick haben. Einige Länder warten bereits auf die Zulassung, damit Halluzinogene bei psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder der Posttraumatischen Belastungsstörung zum Einsatz gebracht werden können. Doch derzeit ist der Startschuss noch nicht gefallen. Wenn Halluzinogene für eine Therapie auf den Markt gebracht werden, müssen die Studien eindeutige Beweise liefern. Und da ist die Forschung gerade dran. Die bisherigen Ergebnisse sind allerdings sehr vielversprechend, und könnten die bisherige Therapie auf den Kopf stellen.

 

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